Getreu dem Motto: „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung“, bereiteten sich die BFC-Stars Niklas Brandt und Christian Beck auf den Auftakt in Halberstadt vor. Patrick Skrzipek

Das Wetter? Kalt. Nass. Unangenehm eben. Die Stimmung beim BFC Dynamo ist davon aber unbetroffen. Denn der Spitzenreiter der Regionalliga Nordost hat ein großes Ziel vor Augen. Und will daher am Freitag mit der Auftaktpartie in Halberstadt (19 Uhr) möglichst gleich ein Ausrufezeichen setzen.

Wer einmal oben steht, will da nicht weg. Normaler Vorgang. Daher stehen die Worte Meisterschaft und Aufstieg nicht auf dem Index bei den Weinrot-Weißen. Aber der Weg dahin bleibt der Alte. „Wir denken hier nur von Spiel zu Spiel“, sagte Trainer Christian Benbennek. Damit sind die Dynamos in der ersten Saisonhälfte gut gefahren.

BFC-Stürmer Hoppe nach Norderstedt

Vom reinen Tabellenstand her wird sich der BFC nicht ins Bockshorn jagen lassen. Denn dass einem Auftaktspiel nach einer längeren Pause immer auch etwas Ungewisses anhaftet, ist den Jungs um Toptorjäger Christian Beck allen klar. Von daher wollen die Dynamos die Gastgeber nicht unterschätzen, sondern einfach selber ins Rollen kommen und in den verbleibenden 16 Spielrunden möglichst wenig liegen lassen.

Offen bleibt, ob die beiden Neuzugänge Sebastian Hertner (Türkgücü München) und Theodor Bergmann von Benbennek gleich zum Auftakt ins Feuer geworfen werden. Gerade der erst am Dienstag aus Jena gekommene Mittelfeldspieler hat ja erst wenig Trainingseinheiten mit dem Team absolviert. Da wird naturgemäß die Bindung noch etwas fehlen. Je nach Spielverlauf ist mit ihm eher nach der Pause zu rechnen.

Dynamo will Druck erhöhen

Nicht mehr mithelfen im Aufstiegskampf wird hingegen Pelle Hoppe. Der 22-jährige Stürmer wechselte zu Nordregionalligist Eintracht Norderstedt, bescherte dem BFC noch eine kleinere Ablösesumme. Bei den Dynamos war der 1,86 Meter große Mittelstürmer über Kurzeinsätze nicht hinausgekommen.

Also wird es wohl auch ohne ihn gehen in Halberstadt für Christian Beck & Co. Ein Dreier – egal ob dreckig oder souverän – am Freitagabend hätte die schöne Nebenwirkung, dass die Konkurrenz beim Anblick der Tabelle psychologisch weiter unter Druck gerät. Lok Leipzig (gegen Auerbach) und Cottbus (gegen Jena) sowie der BAK (am Sonntag gegen Fürstenwalde) müssten nachlegen, damit die Kluft zwischen ihnen und Platz eins nicht zu groß wird.

Es kommt also für den BFC darauf an, seine Hausaufgaben zu machen. Denn aus eigener Kraft kann sie eigentlich nur der BAK – fünf Punkte Rückstand bei einem weniger absolvierten Spiel – überholen. Lok (sieben Punkte dahinter, aber noch zwei Nachholspiele in der Hinterhand) und Energie (vier Zähler zurück) haben ihre zwei Runden gegen Dynamo schon absolviert.

Lesen Sie hier mehr über den BFC >>