Immer dran am Mann! David Haider klebt wie Klebstoff an Lichtenbergs Hannes Graf (l.) beim 3:2-Sieg des BFC Dynamo im Bezirksderby.
Immer dran am Mann! David Haider klebt wie Klebstoff an Lichtenbergs Hannes Graf (l.) beim 3:2-Sieg des BFC Dynamo im Bezirksderby. Patrick Skrzipek

Erschöpft, aber glücklich stand David Haider am Ende des 3:2-Erfolges seiner Dynamos in der Regionalliga gegen Lichtenberg 47 am Eingang des Spielertunnels. Einstand geglückt. Auch wenn die drei Zähler für den BFC am Ende deutlich mehr Arbeit waren, als die zwischenzeitliche 3:0-Führung durch Tore von Alexander Siebeck (34.) und Christian Beck (46., 61.) verheißen hatte. Aber egal, geputzt ist geputzt.

Sein erstes Spiel für die Weinrot-Weißen seit Mai 2018. Ein bisschen war es für ihn wie nach Hause kommen. „Es ist einfach geil, wieder zurück zu sein. Die Fans zu hören, diese Verrückten. Das macht einfach Spaß. Selbst in der Phase, als das Spiel zu kippen drohte, standen sie hinter uns und haben uns angefeuert“, so der gebürtige Hallenser. 

Leuchtende Augen bekam Haider, wenn er dann an das Einlaufen dachte. „Diese Choreo am Anfang mit dem erleuchteten richtigen Dynamo-Logo. Das war richtig geil. Ich habe zwar immer nur mit dem jetzigen Wappen auf der Brust gespielt, aber man weiß ja, wie wichtig das für den Verein und die Fans ist“, so der Defensivspezialist. 

BFC Dynamo mit einer Stunde Licht und 30 Minuten Schatten

Ordentlicher Einstand also. Und eine ordentliche Analyse des Spielgeschehens. „Die erste Halbzeit war von uns ganz gut, war noch nicht alles perfekt. Wir hatten Spielkontrolle, gut nach vorne gespielt. Die Tore schön herausgespielt. Wir müssten eigentlich schon das vierte machen. Das haben wir verpasst und dann kriegst du so ein dummes Gegentor und wir wurden ein bisschen unsicher. Vor allem nachdem wir auch noch das zweite kassiert haben. Perfekt kann alles noch nicht sein, wir sind mit einer neuen Aufstellung mit Viererkette ins Spiel gegangen. Das braucht ein bisschen“, fasste der 30-Jährige die Partie gut zusammen.

Die letzten 30 Minuten des Kicks waren dann der Grund, warum Haider von seinem Coach den Spitznamen „Klebstoff“ verpasst bekam. Nicht, weil er immer an seinem Gegenspieler klebt. Das auch. Aber noch aus einem anderen Grund.

BFC-Coach Backhaus lobt Haiders Körpersprache

„David ist so ein bisschen die entscheidende Verstärkung für uns. So eine Mannschaft ist ja immer auch mehr als die Summe seiner Einzelspieler. David lebt davon, dass er auch Klebstoff ist. Sowohl taktisch als auch von der Mentalität her. Wenn man seine Körpersprache heute gesehen hat. Vor allem nach dem 3:2, wo bei vielen Spielern der Kopf runter geht und ein negatives Denkmuster sich breitzumachen droht, dann ist er einer, der zu den Spielern geht und sagt, hier passiert gar nichts mehr. Das ist extrem wichtig für diese Truppe“, so Heiner Backhaus. 

Berechtigterweise war der BFC-Trainer mit dem Debüt seines neuen Abwehrchefs hochzufrieden. Kann nur besser werden, wenn der sich erst einmal richtig mit seinen Nebenleuten eingegroovt hat. 

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