BFC-Boss Peter Meyer hat gut lachen. Der Wirtschaftsratsvorsitzende der Dynamos und seine Mitstreiter haben das Geld für die benötigte Bankbürgschaft zusammen. Patrick Skrzipek

Auf dem Feld sind sie ins Hintertreffen geraten durch das 0:2 gegen den VfB Oldenburg. Doch abseits des grünen Rasens hat der BFC Dynamo jetzt einen großen Sieg gelandet! Bürgschaftskampf gewonnen! Die vom DFB für die Drittliga-Lizenz als Sicherheit geforderten 900.000 Euro sind komplett.

Bis zum 1. Juni, um 17 Uhr, muss Dynamo diese Summe beim DFB nachweisen. Sonst gibt es keine Lizenz und damit wäre kein Aufstieg in die 3. Liga möglich. Egal ob die Weinrot-Weißen das sportlich noch umbiegen.

Was für eine Kraftanstrengung! Das Wettrennen mit der Zeit wurde gewonnen. Und wie geht es nun weiter? Muss Dynamo jetzt einen berittenen Boten samt Eskorte mit der Kohle nach Frankfurt am Main schicken? Einen schwer bewachten Geldtransport sozusagen.

Bürgschaft sollte BFC beflügeln

„Nein, nein“, wehrte Dynamos Wirtschaftsrats-Boss Peter Meyer lachend ab. „Es genügt, wenn ein Wirtschaftsprüfer attestiert, dass wir die 900.000 Euro auf dem Konto haben. Diesen Nachweis müssen wir dem DFB bringen“, so der 54-Jährige.

Dieser Kampf wäre also gewonnen. Eine Nachricht, die für das Rückspiel am Sonnabend in Oldenburg (14 Uhr/NDR) beflügeln müsste. Sportlich muss ja jetzt noch nachgelegt werden.

Doch was passiert mit den 900.000 Euro, wenn Dynamo in Oldenburg scheitert? War dann alles umsonst? Oder schwimmen die Weinrot-Weißen dann im Geld wie Dagobert Duck in seinem Geldspeicher?

BFC verwendet Spenden für Infrastruktur

Ganz so einfach ist das nicht. Denn ein nicht unerheblicher Teil der Summe wurde dem BFC von Peter Meyer in Form eines Rangrücktrittdarlehens eingeräumt. Diese Kohle muss im Nicht-Aufstiegsfall nicht abgerufen werden.

BFC-Präsident Norbert Uhlig und Peter Meyer (r.) haben es geschafft – sie haben die benötigte Kohle für die Dynamos aufgetrieben. Imago/Matthias Koch

Der Rest fließt dann nicht einfach in den Etat der ersten Mannschaft, der ja in den Vergangenheit sehr oft auch von Meyer persönlich finanziert worden ist. Der Etat der kommenden Spielzeit ist also anders als in den Jahren zuvor ein wenig breiter aufgestellt und auf mehrere Schultern verteilt.

„All die Spenden sind nicht weg. Sie werden von uns genutzt, damit wir in die bestehende Infrastruktur investieren und dort Verbesserungen vornehmen können“, so Meyer und ergänzte: „Ich bin überglücklich und total stolz auf alle, die dabei mitgeholfen haben. Ich kann nur den Hut ziehen vor dieser gemeinsamen Leistung.“

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