Mit schwerem Gerät wird der Rasen im Sportforum abgetragen. Foto: Patrick Skrzipek

Heiner Backhaus hat seine ersten Tage beim BFC Dynamo hinter sich. Das Sportforum ist schon sein Zuhause, auch wenn er übers Wochenende wieder in die Heimat in der Nähe von Hannover düste. Aber auch dort dreht sich alles um seinen neuen Job. Backhaus weiß: Bevor er richtig loslegen kann, muss er die Mannschaft gewinnen.

BFC-Coach: „Ich bin in der Bringschuld“

Heiner Backhaus unterschreibt seinen Vertrag als Cheftrainer beim BFC Dynamo. Foto: Patrick Skrzipek

„Ich bin in der Bringschuld“, sagt der Coach und führt weiter aus: „Die Mannschaft ist erfolgreich und muss gehalten werden.“ Dass er dieses Team übernehmen durfte, ist für Backhaus aus der Berufssicht Trainer schwierig. „Es ist mir neu, dass man den Vertrag eines Trainers nicht verlängert, der Meister geworden ist und nur denkbar knapp in der Relegation scheiterte. Die Gründe, die mir gesagt worden sind, kann ich sportlich und inhaltlich nachvollziehen.“ Und trotzdem erschwert das natürlich seinen Start.

Lesen Sie auch: Paukenschlag bei Dynamo: BFC trennt sich von Trainer Christian Benbennek >>

Backhaus weiß, dass so ein Erfolg Spieler und Trainer zusammenschweißt und jetzt natürlich Frust herrscht. Potenziert durch den sportlichen Misserfolg. „Der Stachel sitzt tief, weil man das Ziel nicht erreicht hat.“ Deshalb will der 40-Jährige auch im Eiltempo Planungssicherheit schaffen. „Ich will die Spieler in Gesprächen kennenlernen. Sie sollen mich kennenlernen. Sie müssen ein Gefühl für mich kriegen. Dafür braucht es ein offenes Visier. Wir müssen schnell ausloten, ob man zusammenarbeiten kann.“

Dynamo-Chef will, dass das Team zusammenbleibt

Backhaus will, dass das Team zusammenbleibt. Gegen den Wunsch spricht, dass „viele Spieler für Aufsehen gesorgt und bei anderen Vereine Interesse geweckt haben.“ In diesen Fällen will Backhaus schnell wissen, woran er ist. Schließlich ist der Kader für die neue Saison die Basis für seine Arbeit. Backhaus: „Natürlich wird es schwierig, den Erfolg der vergangenen Saison zu wiederholen. Aber: Wir müssen uns nicht kleiner machen als wir sind: Wir sind der Meister der Regionalliga.“

Lesen Sie auch: Nationalmannschaft kann auch gegen Ungarn nicht gewinnen >>