Plötzlich Cheftrainer

Extreme Stunden beim BFC Dynamo: Da kullern bei Nils Weiler die Tränen

Der Co-Trainer (24) bekommt nach dem Aus von Heiner Backhaus die Verantwortung, macht seine Sache super und ist von den Reaktionen überwältigt.

Teilen
Auf dem Weg zurück von den Fans in die Kabine wird Nils Weiler von den Emotionen überwältigt und hat ganz feuchte Augen.  
Auf dem Weg zurück von den Fans in die Kabine wird Nils Weiler von den Emotionen überwältigt und hat ganz feuchte Augen. Patrick Skrzipek

Unverhofft kommt oft! Für manche nur eine Redewendung, für manche das ganz große Ding. Fragen Sie mal nach bei Nils Weiler (24). Bis Samstag am späten Nachmittag war er „nur“ Co-Trainer beim BFC Dynamo, dann kam das Blitz-Aus für seinen Chef Heiner Backhaus (41, KURIER berichtete), und am Sonntagmittag hatte er beim Regionalliga-Hit in Greifswald (0:0) plötzlich als verantwortlicher Coach das Sagen.

Extreme Stunden, die Weiler nie mehr vergisst. „Ich bin immer noch sehr, sehr happy. Wie alles gelaufen ist, dass die Mannschaft alles komplett wie besprochen umgesetzt hat“, sagt er am Tag danach. Und schiebt stolz nach: „Alle Spieler sind hinterher zu mir gekommen und haben gesagt, dass ich das gut gemacht habe. Das war sicher auch eine Wertschätzung der Arbeit, die ich bisher immer im Hintergrund geleistet habe.“

Trainer Nils Weiler wird nach dem 0:0 in Greifswald von den mitgereisten Fans des BFC Dynamo gefeiert.
Trainer Nils Weiler wird nach dem 0:0 in Greifswald von den mitgereisten Fans des BFC Dynamo gefeiert.Patrick Skrzipek

BFC-Held Nils Weiler: „Ich bin gerne Co-Trainer“

Andere hätten die Hosen voll gehabt, Weiler blieb äußerlich ganz cool, gab Anweisungen und coachte, als hätte er nie was anderes gemacht. Der Höhepunkt folgte nach dem Abpfiff, als die gut 400 mitgereisten BFC-Fans Weiler zu sich in die Kurve riefen, ihn feierten, ihm dankten. Auf dem Weg zurück in die Kabine kullerten dann sogar ein paar Tränen der Rührung.

So schön der Tag in Greifswald auch war, für Weiler wird er wohl eine Ausnahme bleiben: „Der Rummel war schon riesig, das Rampenlicht ist nicht so mein Ding. Ich bin gerne Co-Trainer.“ Vielleicht auch weiter beim BFC, wenn ein neuer Cheftrainer da ist. Weiler: „Das werden dann die Gespräche zeigen.“