Ex-Dynamo Matthias Steinborn im Laufduell mit BFC Neuzugang Arthur Ekallé (l.) beim Geheimtest vorige Woche
Ex-Dynamo Matthias Steinborn im Laufduell mit BFC Neuzugang Arthur Ekallé (l.) beim Geheimtest vorige Woche Patrick Skrzipek

Er ist Mr. Regionalliga. 213 Spiele in der Vierten Liga Nordost. Wohl kaum einer kennt sich so gut aus in dieser Spielklasse wie Matthias Steinborn. Dynamo, Magdeburg, Lok Leipzig und jetzt wieder der SV Babelsberg – überall lieferte er, wofür 69 Treffer und 33 Torbeteiligungen beredtes Zeugnis sind. Wie sieht denn der 33-jährige die Lage der Liga? Und hat er seinen für ihn unerwarteten Abschied von den Weinrot-Weißen verkraftet?

„Alles gut,“ meinte Steini am Telefon, der mit den Nulldreiern im Trainingslager am Sternberger See in Mecklenburg-Vorpommern gewesen war und kürzlich sogar wieder nach Potsdam gezogen ist. Nachkarten ist nicht sein Ding. Auch wenn ihn der Abschied natürlich gewurmt hatte. „Ich bin ja immer noch in gutem Kontakt mit den alten Kollegen“, verriet der Blondschopf. So eine Meisterschaft schweißt eben zusammen.

Und wiederbegegnet ist er ihnen ja neulich auch. Genauer gesagt vor knapp zwei Wocen, als Dynamo im Potsdamer KarLi die Gastgeber in einem Geheimtest mit 4:0 nach allen Regeln der Kunst auseinandergenommen hatte. Aus dem Spiel nun aber eine Favoritenstellung für die Dynamos für den Saisonverlauf ableiten zu wollen, geht Steini einen Ticken zu weit.

Steinborn will das 0:4 gegen den BFC nicht überbewerten

„Wir hatten einfach einen sauschlechten Tag“, meinte der Flügelstürmer. Das kann in Vorbereitungsspielen immer mal vorkommen, ohne dass es endgültige Aussagekraft hat.

Dass seine Ex-Kollegen aber bei der Titelvergabe ein gehöriges Wort mitsprechen werden, der Weg zur Meisterschaft nur über den BFC Dynamo führt, ist für Steini dennoch klar. Das stellt er auch keinesfalls in Abrede. Aber die anderen Teams werden nicht freiwillig die Waffen strecken.

Steinborn sieht neben dem BFC sechs andere Klubs, die auch hoch wollen

„Es wird spannend und enger werden als letztes Jahr“, sagte Steinborn und listet über ein halbes Dutzend Teams auf, die nach dem Pott greifen wollen. Cottbus ja schon traditionell. Viktoria will die Scharte Drittligaabstieg schnellstmöglich ausmerzen. Auch der BAK hat Jahr für Jahr den Anspruch, nach den Sternen greifen zu wollen. Selbst wenn sie in schönster Regelmäßigkeit daran scheitern. Und die Leipziger Teams – Lok und Chemie – sowie CZ Jena müsse man immer mit auf der Rechnung haben. Nicht zu vergessen die VSG Altglienicke.

Und dann wäre da ja noch ein Frischling in der Liga, den man nicht außen vor lassen sollte. „Greifswald rüstet mächtig auf“, verwies Steini auf deren namhafte Zugänge Tom Weilandt (VfL Bochum), Ex-BAK-Mittelstürmer Abu Bakarr Kargbo und Türkei-Rückkehrer Guido Kocer.

Lesen Sie hier mehr über den BFC Dynamo >>