Treffen, abdrehen, jubeln: Christian Beck erzielte mal wieder einen Doppelpack für den BFC Dynamo. 
Treffen, abdrehen, jubeln: Christian Beck erzielte mal wieder einen Doppelpack für den BFC Dynamo.  Patrick Skrzipek

Sie hüpften und sprangen auf der Gegengraden, skandierten lautstark ein munteres „Derbysieger“. Vor ihnen tanzten die Kicker des BFC Dynamo nach dem Abpfiff des 3:2 (1:0) gegen den Bezirksrivalen Lichtenberg 47. Aber es war eine gehörige Portion Erleichterung dabei in den Reihen der Weinrot-Weißen. Wie schon beim Zweitrundenpokalmatch (4:2) war der Erfolg der Hausherren ein selbstverschuldeter Tanz auf der Rasierklinge gewesen.

Dabei hatte der Abend so schön angefangen vor 1461 Besuchern. Endlich wieder erklang die Einlaufhymne „Warriors of the World United“ von Manowar. Endlich wieder Fußball nach 48 Tagen der Zwangsabstinenz. Dazu die große Choreo auf der Gegengraden, das alte, neue Logo auf weißem Grund umrahmt von 10 Sternen im Lichterglanz einiger Pyros. Gänsehautatmosphäre! Der Wichtigkeit des Anlasses angemessen. „Jetzt kehrt nach Hause zurück was nach Hause gehört“, hatte ein Banner darunter noch jubiliert. 

Auch das Spiel sorgte für einige Glanzlichter. Alexander Siebeck vollendete nach einem herrlichen Diagonalpasse und gekonnter Einzelleistung in Bedrängnis zum 1:0 (34.). Zuvor hatten die Hausherren die Partie mehr oder weniger beherrscht. Ohne größere Chancen allerdings, weil die 47er sehr ordentlich verteidigt hatten.

Erst Siebeck, dann zwei Mal Beck für den BFC Dynamo

Halbzeit zwei begann nach dem Motto „Wer zu spät kommt, den bestraft der Beckus“. Der VIP-Raum war noch voll und die Ränge noch nicht wieder gefüllt, da hatte Christian Beck eine Vorlage von Siebeck  in die Maschen bugsiert. Keine 23 Sekunden hatte das gedauert. 

Einmal in Fahrt legte der TvD (Torschütze vom Dienst) der Dynamos nach, erhöhte mit seinem zehnten Saisontreffer nach einer schönen Drehung im Strafraum auf 3:0 (61.) und hätte in der Folge fast zwei weitere Male zugeschlagen.

Doch wer dachte, damit sei der Abend gelaufen, der irrte. Und zwar mächtig gewaltig. Denn auf einmal war ein Bruch im Spiel. 

Auferstanden aus Ruinen: Die BFC-Fans feierten die Heimkehr des Dynamo-Logos auf ihre Weise. 
Auferstanden aus Ruinen: Die BFC-Fans feierten die Heimkehr des Dynamo-Logos auf ihre Weise.  Patrick Skrzipek

Dass der Handelfmeter umstritten gewesen war, ließ Christian Gawe völlig kalt. Er verlud Kevin Sommer im BFC-Gehäuse, verkürzte zum 1:3 (68.).  Acht Minuten später hatte Irfan Brando die 47er mit dem 2:3 noch weiter herangeführt. Es spielte nur noch ein Team und das trug keine weinroten Gewänder. 

Dynamos Start ins neue Jahr geglückt

„Der Schiri hat die Partie mit seinem Elfer erst unnötig scharf gemacht. Und beim zweiten Gegentreffer hatten wir den Ball eigentlich schon abgewehrt. Wenn du mit drei Toren führst und kriegst zwei Gegentreffer, dann macht das natürlich was mit dir“, so Trainer Heiner Backhaus. 

„Wenn man auswärts zwei Tore schießt und geht dann mit leeren Händen vom Platz, ist das natürlich bitter. Aber ich bin trotzdem stolz auf die Jungs, so wie wir die letzte halbe Stunde gespielt haben, darauf lässt sich aufbauen“, so Lichtenbergs Coach Murat Tik. 

Zittersieg hin, unnötig her. Am Ende egal. Das Ende der Hinrunde markierte einen gelungenen Start ins neue Jahr für die Dynamos und rundete damit die Woche der guten Nachrichten ab .

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