Das Team des BFC Dynamo bedankt sich nach dem Schlusspfiff eines Spiels für die Unterstützung des Publikums.
Das Team des BFC Dynamo bedankt sich nach dem Schlusspfiff eines Spiels für die Unterstützung des Publikums. Patrick Skrzipek

Hurra, hurra, der BFC ist wieder da! Nun gut, es wird den einen oder anderen Zaungast verwundern, wenn er einen kurzen Blick auf die Tabelle wirft, warum derzeit so viel gute Laune herrscht in Hohenschönhausen. Dynamo ist weiterhin nur Zehnter, Spitzenreiter Erfurt ein erhebliches Stück weit weg. Doch das ist eine etwas oberflächliche Herangehensweise. Die Weinrot-Weißen sind mittlerweile voll in der Spur, haben in den letzten elf Partien nur eine Niederlage kassiert.

Mit ein Grund ist die Heimfestung Sportforum: In den letzten sechs Partien holten die Dynamos satte 16 von 18 möglichen Zählern (15:5 Tore). Kann sich sehen lassen. Vor allem, wenn man die Gegner betrachtet: Cottbus, Altglienicke, Babelsberg – keine Leichtgewichte in der Liga.

Lediglich die Reserve von Hertha BSC konnte mit einem 0:0 aus Hohenschönhausen einen Zähler entführen. Dies allerdings in einer Phase, als sich der BFC nach dem schwachen Saisonstart gerade erst zu stabilisieren begann. In der Heimtabelle ist der BFC schon auf Rang fünf vorgestoßen.

BFC-Coach Backhaus lobt das Publikum

Für Trainer Backhaus ist diese Ausbeute erklärbar. Und er führt das Publikum mit an als einen wesentlichen Faktor für den Aufschwung. „Ich bin baff über diese ganze Atmosphäre hier bei diesen bitterkalten Temperaturen. Vielen Dank noch mal dafür an die Fans. Das war gegen Altglienicke nicht zum ersten Mal in dieser Saison wichtig, dass da der Funke übergesprungen ist“, so der 40-Jährige.

Seine Truppe sei eine sehr emotional veranlagte Mannschaft, die immer wieder angetrieben werden müsse. Was Backhaus nicht als Tritt in den Arsch meinte, denn den Allerwertesten reißen sich die Jungs um Niklas Brandt, Andreas Pollasch und Co. eigentlich immer auf. Aber es geht um diese letzten fünf Prozent, diese Nuancen, die in engen Spielen den Unterschied ausmachen können. Das Wechselspiel zwischen Team und Publikum.

Vor dem Fest hat Dynamo noch das Bezirksderby zu Hause

„Die braucht so etwas gerade in Momenten, wo es vielleicht nicht perfekt läuft. Sie muss immer wieder Rückhalt verspüren. Und wirft dann aber auch noch mal alles rein. Das war hier heute wieder der Fall“, so Backhaus.

Schade eigentlich, dass für die Dynamos nur noch eine Heimaufgabe vor der Winterpause ansteht. Nach dem Gastspiel bei Luckenwalde kommt es ja acht Tage vor dem Fest noch mal zum Bezirksderby gegen Lichtenberg. Und da, da ist sich Backhaus ziemlich sicher, wollen es seine Jungs nicht noch mal so spannend machen wie beim 4:2 im Landespokal gegen die 47er.

Da und in Luckenwalde noch ein Dreier und die Tabelle zeigt ein etwas anderes Bild ...

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