Christian Beck köpft mit dem 2:1 gegen Altglienicke den BFC Dynamo endgültig auf den Weg zum Titel. Patrick Skrzipek

Da ist das Ding. Nicht so ruhmreich wie der Jules-Rimet-Cup, der verschollene WM-Pokal von 1970. Oder der „Henry Delaunay“  für die Europameisterschaft. Doch für den BFC Dynamo war die Titeltrophäe des NOFV so wertvoll wie sonst nichts anderes. Endlich ist der Weg frei für die Aufstiegsspiele. Nach dem 4:2 (2:1) bei der VSG Altglienicke ist Dynamo heiß auf die Relegationskicks gegen den Nord-Meister (28. Mai/4. Juni).

Wirklich Zweifel hatten ja nicht bestanden. 13 Tore und drei Punkte in einem Spiel aufzuholen, war ja eher ein Ding der Unmöglichkeit. Wie sollte Jena das schaffen? Und doch gab es erst mal lange Gesichter bei den Gästen, als Johannes Manske die VSG früh in Führung brachte (5.).

Beck ist Torschützenkönig

In dem munteren Kick vor 1796 Besuchern im Jahnsportpark hätte locker noch ein halbes Dutzend weitere Tore fallen können. Zu bewundern gab es aber nur die Buden durch Darryl Geurts (25.) und Christian Beck (45.+2) bis zur Pause – und damit die 2:1-Führung für Dynamo. Mit seinem 23. Treffer sicherte sich Beck auch die Schützenkrone der Regionalliga Nordost.

Da Jena in Fürstenwalde zur Pause zurücklag (und schließlich auch 0:1 verlor), hätte Dynamo sich sogar eine Niederlage leisten können. Wollte man natürlich nicht. Hätte die Stimmung wohl runtergezogen vor den Aufstiegsspielen, wenn man sich aus den letzten drei Partien der Liga mit nur einem Zähler verabschiedet hätte.

BFC-Fans mit Platzsturm der Freude

Die Laune beim BFC wurde noch besser, als Andor Bolyki unmittelbar nach Anpfiff der zweiten Halbzeit das 3:1 erzielte (46.) und dann Alexander Siebeck auf 4:1 (53.) erhöhte. Uzay Tugan verkürzte noch einmal auf 2:4 (58.). Tat der guten Stimmung aber keinen Abbruch.

Matchball verwandelt im dritten Anlauf. „Hey, was geht ab, wir holen die Meisterschaft“, tönte es von den Rängen. Und dann gab es kein Halten mehr. Punkt 14.50 Uhr fluteten die Fans beim Abpfiff der Partie den Rasen des Jahnsportparks. Es dauerte ein bisschen, ehe BFC-Kapitän Andreas Pollasch den Pott in die Höhe stemmen konnte.

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