Nicht gut für den BFC Dynamo: Staubtrocken erzielt Chemie Leipzigs Anes Osmanoski die Führung für die Gastgeber. Foto: Patrick Skrzipek

Autsch! Ausgerechnet in Leipzig lässt der BFC Federn. Bei Chemie reicht es für den Regionalliga-Spitzenreiter nur zu einem 1:1. Da freut sich auch der nicht gerade geliebte Stadtrivale Lok mit. Denn Dynamo kann dem Verfolger in der Tabelle nicht enteilen.

Klar, guckt man nur auf die Punkte, ist der Vorsprung von zwölf Zählern der Dynamos immer noch mehr als komfortabel. Nimmt man dann aber die ausgetragenen Spiele dazu ... Lok hat vier Partien weniger absolviert. Und da sind zwölf Punkte zu holen. Heißt: Gewinnt Lok seine Nachholpartien, hat die Liga eine Doppelspitze und ist wieder megaspannend.

Staub-Steppe statt Rasenplatz

Da tut das Remis im Alfred-Kunze-Sportpark dem BFC schon weh. Aber ein Punkt ist auch wieder besser als keiner. Denn Dynamo liegt schnell durch Anes Osmanoski zurück (13.), der eine Lücke in der BFC-Abwehr nutzt und auch noch Torwart Dmitri Stajila ausguckt.

Und auf dem schwer bespielbaren Platz – bei jedem Schritt, jedes Mal, wenn der Ball auftippt, staubt es wie verrückt. Da hat es die Mannschaft, die den eher gepflegten Stil spielt, nicht gerade leicht.

Kunststück von Chris Reher

Dass die Hohenschönhauser nicht mit leeren Händen abreisen, dafür sorgt Chris Reher. Matthias Steinborn, diesmal für Joey Breitfeld in der Startelf, pfeffert wie gewohnt eine Einwurf-Flanke in den Strafraum und sorgt damit für Verwirrung bei Chemie. Abwehr-Ass Reher steht richtig und beweist ganz viel Gefühl. Er lässt den Ball zweimal auf den Fuß tropfen und hebt ihn dann aus zwölf Metern unter die Latte – 1:1 (30.). Starke Aktion.