Und hoch das Bein! Jörg Heinrich im Dress von Borussia Dortmund versucht beim Turnier der Traditionsmannschaften in Cottbus, Daniel Rauschenbach vom BFC Dynamo zu stoppen.
Und hoch das Bein! Jörg Heinrich im Dress von Borussia Dortmund versucht beim Turnier der Traditionsmannschaften in Cottbus, Daniel Rauschenbach vom BFC Dynamo zu stoppen. Patrick Skrzipek

Tempo, Tricks und tolle Tore. Nun gut, das mit dem Tempo hat ein bisschen nachgelassen. Aber das Kicken haben die Oldies noch nicht verlernt, wie man bei der achten Auflage des Bretterknallers in Cottbus sehen konnte. Logisch, dass – angeführt von Jens-Uwe Zöphel – sich auch der BFC Dynamo die Hallen-Gaudi nicht entgehen lassen wollte. Auch auf die Gefahr hin, dass hinterher Sauerstoffzelte benötigt werden sollten. 

Wobei, um es vorwegzunehmen, für die Jungs in Weinrot-Weiß stand mehr der olympische Gedanke im Vordergrund: Dabei sein ist alles! Platz vier in dem Sechser-Turnier, bei dem jeder gegen jeden kicken musste, sprang am Ende für den BFC raus. Sieger wurde die Traditionsmannschaft des 1. FC Magdeburg aufgrund des besseren Torverhältnisses vor einer Bundesliga-Ostauswahl um den Ex-Unioner Ronny Nikol. 

„Es hat Spaß gemacht. Mehr als Platz vier war nicht drin. Auch weil manche Teams mit vielen Spielern unter 40 mit dabei waren, da kann man nicht mehr so ganz Schritt halten“, meinte Zöphel (53), der seine Dynamos übrigens mit einer Kapitänsbinde mit DDR-Emblem aufs Feld geführt hatte. 

BFC-Oldies mit Rang vier zufrieden

Die Stimmung in der mit 2000 Besuchern erstmals ausverkauften Lausitz-Arena war grandios. Auf dem Parkett und auf den Rängen tummelten sich illustre Gäste. Trainer-Guru Eduard Geyer (78) grantelte in gewohnter Manier über das Abschneiden seiner Energie-Kicker. Die erwiesen sich als guter Gastgeber und überließen allen anderen das Feld. Wenigstens sprang gegen die mit Thomas Helmer (57) und Jörg Heinrich (53) aufdribbelnden Dortmunder Borussen am Ende des Abends ein versöhnliches Unentschieden (2:2) für René Rydlewicz (49) & Co. heraus.

Vielleicht verliehen die Organisatoren deshalb dem Cottbus-Torwart André Thoms (40) – den kennen die Hohenschönhauser übrigens noch aus ihrer vorweihnachtlichen 2:3-Pleite in Luckenwalde! – die Auszeichnung des besten Keepers als kleines Bonbon für den FCE. Wenn es nach der ebenfalls anwesenden Dynamo-Torwart-Ikone Bodo Rudwaleit (65) gegangen wäre, hätte dieser Pokal an BFC-Schlussmann Nico Thomaschewski (51) gehen müssen.

BFC-Coach Backhaus von Atmosphäre begeistert

Auch das aktuelle BFC-Trainerteam ließ sich das Spektakel nicht entgehen. Heiner Backhaus (40) war mit seinem Staff ebenfalls nach Cottbus gefahren. Auch um zu sehen, wie sich sein Zeugwart Stefan Malchow (41) an der Kugel machte. „Eigentlich waren wir platt, weil wir ja derzeit voll im Training durchziehen, zweimal pro Tag ackern. Aber es hat sich gelohnt. Das war eine tolle Atmosphäre“, so der Trainer der Dynamos.  

BFC-Coach Heiner Backhaus und sein Co-Trainer Nils Weiler beim Bretterknaller in Cottbus. 
BFC-Coach Heiner Backhaus und sein Co-Trainer Nils Weiler beim Bretterknaller in Cottbus.  Patrick Skrzipek

Der Abend klang dann für die Aktiven in einem Hotel in der Stadt aus. Ob dort dem Namensvetter des Turniers, also dem Bretterknaller, ausgiebig gehuldigt wurde, darüber decken wir mal den wohlwollenden Mantel des Schweigens. Benannt wurde das Turnier ja eher nach dem Holzparkett, mit dem der Hallenboden ausgelegt worden ist. Gefachsimpelt wurde auf jeden Fall. Ausgiebig! So viel ist belegt. 

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