Im Jubel vereint! Die BFC-Kicker freuen sich über einen weiteren Treffer beim 3:0-Sieg bei Tasmania. Patrick Skrzipek

Da sage noch einer, dass Fußballprofis nur durch Geld zu motivieren sind. Die Kicker des BFC Dynamo hätten auch ein paar Scheine mehr als Prämie am Freitag beim 3:0 (2:0) gegen Tasmania nicht schneller laufen lassen. Den Jungs um Christian Beck, Andor Bolyki & Co. ging es um etwas anderes als Zusatzanreiz – Freizeit! Doch nicht, um auf der faulen Haut zu liegen. Sondern aus sportlichem Interesse. Sie wollten einen Super-Sieg für den Superbowl.

Das Finale im American Football, das weltweit größte Einzelsport-Spektakel, macht auch vor dem Sportforum nicht halt. Bis zu 800 Millionen Menschen werden weltweit die Schlacht zwischen den Los Angeles Rams und die Cincinnati Bengals in der Nacht zu Montag verfolgen (0.30 Uhr/Pro7 und DAZN). Darunter auch einige aus dem weinrot-weißen Lager.

Ursprünglich wäre Montag Training beim BFC

Problem: Am Montag war bei Dynamo eigentlich für 10 Uhr Training angesetzt. Das wäre für Nachteulen – und so ein Superbowl kann sich schon mal ein paar Stunden hinziehen – nicht sonderlich förderlich.

Weiß auch Cristof Reimann, der Co-Trainer der Dynamos, der seinen erkälteten Chef Christian Benbennek derzeit an der Linie vertritt. „Die Jungs sind am Donnerstag auf uns zugekommen und haben gefragt, ob sie nicht nur den Sonntag, sondern auch den Montag freibekommen könnten. Ich weiß ja, dass das einige zusammen gucken wollen. Die wären dann ja hier wie Schlafmützen aufgedribbelt“, so Reimann.

Eckige Augen nach einem nächtlichen Fernsehmarathon will keiner sehen. Warum also nicht das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden? „Wir haben ja jetzt eh eine lange Woche vor uns. Von Freitag zu Sonntag sind es zehn Tage. Aus Gründen der Belastungssteuerung wollten wir eh einen zusätzlichen freien Tag einstreuen. Also haben wir gesagt, wir kommen den Jungs entgegen. Wenn sie Tasmania souverän besiegen, müssen sie erst wieder am Dienstag im Sportforum erscheinen“, so Reimann.

BFC guckt gemeinsam Superbowl

Gesagt, getan. Das 3:0 beim Aufsteiger entsprach den Vorgaben. Zwei Tore besorgte Andor Bolyki. Der obligatorische Treffer von Christian Beck durfte auch nicht fehlen. Perfekt! „Sie haben das gut umgesetzt. Tas hat ja kaum was für das Spiel getan und wir haben auch nach dem 2:0 weitergemacht“, so Reimann zufrieden.

Dem Superbowl-Vergnügen steht also nichts im Weg. „Ich weiß ja, dass sich einige dafür verabredet haben. So fünf, sechs Mann bestimmt. Und andere werden das zu zweit oder dritt schauen“, ist sich Reimann sicher. Er selber auch? Reimann hat es nicht so mit dem ovalen Ei. „Ach nee, das ist nicht so mein Ding. Beim Handball wäre das was anderes“, meinte der 38-Jährige.

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