Dieses Ergebnis auf der Anzeigetafel als Endstand würde der BFC am Mittwoch gegen Babelsberg mit Kusshand nehmen. Patrick Skrzipek

Sie können sich nicht wehren. Im Gegenteil. Lok Leipzig muss am Mittwoch zusehen, wie der BFC Dynamo im Nachspiel womöglich noch weiter davonzieht. Denn das ist der Plan der Dynamos am Mittwoch (19 Uhr/Sportforum): Gen Babelsberg voll Rache-Lust, steigern gar den Sachsen-Frust!

Mit den Potsdamern haben die Weinrot-Weißen noch ein Hühnchen zu rupfen. Gegen die Null-Dreier setzte es am 7. Spieltag die erste Saisonniederlage (1:2). Die blütenweiße Weste von sechs Siegen aus sechs Spielen bekam ihren ersten Fleck. Logisch, dass Christian Beck, Andor Bolyki & Co da jetzt auf Revanche sinnen.

Wird natürlich kein Selbstgänger. Der SVB gehört zu den gestanden Teams der Liga, die nur etwas unbeständig unterwegs sind.  So sind Siege gegen Herthas U23 (3:0) und Punktgewinne gegen Lok (1:1), Chemnitz (0:0) und Altglienicke (1:1) ebenso notiert wie schmeichelhafte Punktverluste gegen Rathenow (1:1), Meuselwitz (0:2) oder Tasmania (0:2). Als dezidiert linkem Verein würde es den Babelsbergern zudem großes Vergnügen bereiten, dem BFC kräftig in die Suppe zu spucken. Schon beim Test in der Winterpause hat Babelsberg sich beim 1:2 gegen den BFC gut verkauft.

Babelsberg liegt in der Rückrunde nur zwei Punkte hinter dem BFC

„Man darf sie nicht unterschätzen. In Jena haben sie sich gut verkauft, wurden erst spät geschlagen“, warnte Benbennek, der für gewöhnlich gern drei, vier Spiele des kommenden Gegners am Videobildschirm seziert, um Schwachstellen zu finden.

Es geht also für den BFC zunächst erst wieder einmal darum, seine Hausaufgaben zu erledigen gegen ein Team, das in der Rückrunde aus acht Spielen nur zwei Zähler weniger geholt hat als der Spitzenreiter der Regionalliga Nordost. Sollte Mahnung genug sein.

BFC will Vorsprung ausbauen

Im Erfolgsfalle würde der Vorsprung auf Verfolger Lok erst einmal auf gigantisch anmutende elf Zähler wachsen. Natürlich haben die Jungs aus Probstheida noch drei Spiele nachzuholen, könnten theoretisch auf zwei Punkte verkürzen. Aber der Druck, den dann anstehenden, kräftezehrenden englischen Wochen nicht Tribut zollen zu müssen, würde auf die Sachsen ungemein anwachsen.

„Man muss sehen, wie sich das auswirkt. Wenn ein Team in einen Flow reingerät, kann das natürlich auch Kräfte freisetzen. Aber natürlich hofft man nicht darauf“, so Benbennek, der sich in erster Linie nicht um die Resultate der Gegner schert, sondern um die seines eigenen Teams.

Dynamo hat es natürlich in der eigenen Hand. Denn die beiden bestplatzierten Teams der Liga nach den Hohenschönhausern – also eben Lok und Cottbus – haben ihre zwei Punktspiele gegen den BFC schon hinter sich. Aus eigener Kraft könnten sie den Rückstand nicht verkürzen, sie brauchen Schützenhilfe.

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