Unaufhaltsam: Dynamos Matthias Steinborn auf dem Weg zum 3:0. City-Press/Moritz Eden

Der BFC marschiert weiter und bleibt das Maß der Dinge in der Regionalliga Nordost. Nur eine Woche nach dem 2:0 in Halberstadt kam Dynamo im zweiten Spiel des Jahres zu einem 3:0 (2:0)-Erfolg gegen den ZFC Meuselwitz und baute die Tabellenführung erst einmal weiter aus.

Wer wissen will, warum Dynamos Toptorjäger Christian Beck Matthias Steinborn so sehr vermisst hatte, dem sei die Szene, die zum 3:0 führte, ans Herz gelegt. Theodor Bergmann schickte den eingewechselten Steini links steil, der drang in den Strafraum ein und schlenzte aus dem vollen Lauf mit dem Außenrist die Kugel auf den zweiten Pfosten, wo Beck nur ein langes Bein machen musste (77.).

Doch nicht nur da zeigte der 32-Jährige, der sich in der Hinrunde beim 3:2 in Meuselwitz den Mittelfuß gebrochen hatte, seine ganze Schlitzohrigkeit. Kurz nach seiner Einwechslung schlug er einen Freistoß derart in den Strafraum, dass entweder jemand ihn reinstochern musste oder die Kugel durchflutschen kann. Letzteres passierte zum 2:0 (74.).

BFC nach der Pause zunächst mit Mühe

Die Partie war entschieden. Und der Treffer fiel zum richtigen Zeitpunkt. Denn die Gäste aus Thüringen hatten sich durchaus bemüht, nach Wiederanpfiff den Führungstreffer von Niklas Brandt aus dem ersten Durchgang (37.) nutzlos zu machen. So zog Dynamo ihnen den Zahn und steuerte auf den zweiten Dreier des Jahres zu.

„Ich habe gar nicht damit gerechnet, dass der Ball da so durchrutscht. Ich wollte das gar nicht so machen.  Ich hatte nur gesehen, dass die Box gut besetzt gewesen war. Aber Glück gehört eben auch dazu“, meinte Steinborn zu seinem erst dritten Saisontreffer.

Steini wollte vorzeitig raus

Für den wurde er nicht nur von den Kollegen gefeiert, sondern quasi „bestraft“. „Ich habe zum Trainer gesagt, jetzt kann er mich rausnehmen. Es ist schweinekalt. Aber der hat nur abgewunken und gesagt, ich solle Beckus noch einen auflegen. Da musste ich halt noch ein bisschen durchhalten“, meinte Steinborn mit einem Augenzwinkern.

Gelungenes Comeback, muss man sagen. Noch ist er nicht wieder bei 100 Prozent nach seinem Mittelfußbruch, dem Wiederaufbrechen der Verletzung und einer Corona-Infektion zu Jahresbeginn. Aber von Woche zu Woche wird mit dem „Steininator “ mehr zu rechnen sein. Was wohl nicht nur Trainer Christian Benbennek erfreuen sollte.

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