Sieht viel Arbeit beim BFC Dynamo: Neu-Trainer Heiner Backhaus. Patrick Skrzipek

Mehr als Meister werden geht normalerweise nicht. Insofern hat Heiner Backhaus, einen ganz schweren Job übernommen beim BFC Dynamo. Das weiß er. Und damit kann der 40-Jährige gut leben. Doch für ihn stellen sich derzeit zwei ganz andere dicke Probleme beim amtierenden Titelträger der Regionalliga Nordost.

Problem Nummer eins: Der verpasste Aufstieg muss aus den Köpfen raus. „Wenn wir am zweiten oder dritten Spieltag irgendwo antreten, darf man keinen Gedanken mehr an die verpasste Chance verschwenden. Sonst wird es ganz schwer in dieser Liga. Da sind einige starke Truppen dabei. Die warten nur darauf, dass wir Schwächen zeigen“, so der gebürtige Westfale.

Heiner Backhaus beim BFC auch als Psychologe gefragt

Da weiß er, dass er auch als Psychologe gefragt ist. Eine Enttäuschung muss man verarbeiten. Dann aber auch abhaken. Nur so kann man stärker aus einem Rückschlag hervorgehen.

Problem Nummer zwei: Er braucht eine Mannschaft. Derzeit ist vieles in der Schwebe bei den Dynamos. Aber es wird hart daran gearbeitet. „Wir haben in den letzten Tagen einige Gespräche geführt. Ich bin da positiv eingestellt“, verriet Backhaus. Seit Donnerstag ist er noch mal zurück nach Hannover, um ein paar Tage bei der Familie zu entspannen. Am Sonntag kehrt er zurück in die Hauptstadt. Und legt dann endgültig los.

Heiner Backhaus & Co. basteln am BFC-Kader

„Von da ab werde ich Vollgas geben“, so Backhaus, der seinen Urlaub erst einmal für Dynamo hintangestellt hat. Erbhöfe kann es keine geben. Vorrangig gilt es für ihn, bestehende Hierarchien aufzulösen, verkrustete Strukturen aufzubrechen. Damit daraus Reibung und neue Energie entstehen kann.

Der BFC Dynamo wird zum Gejagten

Die wichtigsten Kaderfragen sollten dann beim BFC bis zum offiziellen Trainingsauftakt am 27. Juni geklärt sein. Zumindest im Großen und Ganzen. Und nach Neuzugängen wird natürlich auch kräftig gefahndet. Blutauffrischung tut immer gut. Bis zum Ligastart am 5. August sind ja noch ein paar Tage Zeit. Da wird es noch Bewegung auf dem Transfermarkt geben.

Denn Backhaus weiß, dass seine Truppe in der kommenden Saison von allen gejagt werden wird. „Das ist mir völlig egal. Wir müssen unser Spiel machen. Wir müssen dem Spiel den Stempel aufdrücken. Und eins kann ich schon jetzt versprechen. Wir werden eklig zu bespielen sein. Die anderen werden nicht viel Spaß haben, wenn sie gegen uns antreten werden“, so seine Überzeugung.

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