Welt, lass dich umarmen. Während BFC-Ass Niklas Brandt seinen Treffer zum 1:0 bejubelt, versucht sich Dynamo-Kollege Andreas Pollasch (r.) in der beliebten Disziplin „Fang den Schützen“. Patrick Skrzipek

Da standen sie vor den Kameras von Haupstadt.tv nach dem Schlusspfiff und trotzten den Temperaturen sowie den bohrenden Nachfragen des Reporters. Wohin der Weg denn führen würde, wollte der Mann am Mikro von den beiden BFC-Torschützen Niklas Brandt und Matthias Steinborn nach dem 3:0 gegen den ZFC Meuselwitz wissen, durch das die beiden Dynamo-Stars zusammen mit den Kollegen die Tabellenführung erst einmal ausgebaut hatten. Doch „Steini “ nahm dem Fragesteller gleich mal den Wind aus den Segeln, faselte nichts von Meisterschaft oder so. „Wohin der Weg führt? In die Kabine. Ich habe mir hier schon die Lippen hart gefroren“, meinte der 32-Jährige und hatte die Lacher auf seiner Seite.

Natürlich will jeder bei den Weinrot-Weißen am Ende der Spielzeit ganz oben stehen und in der Relegation gegen den Nordmeister um den Aufstieg in die 3. Liga kämpfen. Doch die Kicker des BFC haben verinnerlicht, dass es nichts bringt, davon nur zu reden. Sondern dass sie Woche für Woche auf dem Platz erst einmal liefern müssen.

Dynamo macht es wie im Eishockey

Natürlich gehört auch ein bisschen Glück dazu. So wie beim Führungstreffer, als Brandt bei einer zurückgespielten Ecke mit Links volles Risiko ging und die Kugel von knapp außerhalb der linken Strafraumecke oben rechts im Winkel einschlagen ließ.

Ein Treffer, der Pressesprecher Martin Richter im Live-Ticker des BFC zu einer Analogie vom Eishockey greifen ließ. Ein Schuss „wie bei einem Blueliner“, dichtete Richter.

Brandt selber gab zwar ein bisschen Glück zu, wollte das aber nicht so ganz im Raum stehen lassen. „Ich hab den Linken nicht nur zum Stehen. Solche Tore habe ich schon öfter gemacht“, meinte der 30-Jährige trotz Steinborns Protest („Im Training vielleicht“), der 2020 in der Aufstiegsrelegation mit Lok Leipzig an Verl gescheitert war und diesmal nicht mit leeren Händen aus der Saison gehen will. Ein Anfang ist mit den beiden Siegen nach der Winterpause gemacht.

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