Matthias Steinborn und Christian Beck sind derzeit zwei der offenen Personalfragen beim BFC Dynamo. Patrick Skrzipek

Andor Bolyki war der Erste. Abgang nach Halle. Eins rauf mit Schleifchen sozusagen. Ist der Deutsch-Ungar der Dominostein, der beim BFC Dynamo jetzt alles ins Rollen bringt? Der erst in der Relegation gegen Oldenburg gescheiterte Regionalliga-Meister steckt im Umbruch. Und wenn Neu-Trainer Heiner Backhaus am 27. Juni zum Trainingsauftakt bittet, fragt sich der geneigte Fan der Weinrot-Weißen: Wie viel Meister steckt dann noch im Meisterteam?

Den Hohenschönhausern droht das Schicksal vieler Teams, die an einem Aufstieg nur gekratzt haben. Die Konkurrenz versucht sie zu fleddern!

Zum einen, weil sie vielleicht zahlungskräftiger ist. Zum anderen, weil sie sportlich – wie im Fall Bolyki – mit höheren Weihen locken kann. Denn wer sich den Titel einverleibt, dessen Kicker dürfen von höherklassigem Fußball zu Recht träumen. Und wenn der im Sportforum nicht geboten ist, sind Verlockungen verständlich. Da kann man schnell mal einem Angebot erliegen.

Und eins steht ja jetzt schon fest, bevor der erste Ball gerollt ist: Dynamo wird in der Spielzeit 2022/23 gnadenlos gejagt werden von der Konkurrenz. Denen ist es nämlich egal, wer das Team der Weinrot-Weißen bildet.

BFC Dynamo bangt um Beck und Steinborn

Kann Trainer Heiner Backhaus natürlich nicht egal sein. Und so wird mit Spannung darauf geschaut, ob Torschützenkönig Christian Beck ein weiteres Jahr im Sportforum zu verweilen gedenkt. Derzeit grübelt die Tormaschine noch. Offen ist auch der Verbleib von Matthias Steinborn. Dem soll der Trainerwechsel nicht gerade behagt haben.

Doch das sind beileibe keine Einzelfälle. Da ist die Ü30-Fraktion um Andreas Wiegel, Marcel Stutter, Sebastian Hertner und Michael Blum. Für die war der Ex-Trainer Christian Benbennek einst ein Grund, bei Dynamo überhaupt anzuheuern.

Welches Gesicht hat der BFC unter Trainer Heiner Backhaus?

Dann wären da noch die Herren Philip Schulz, Andreas Pollasch, Chris Reher, Alexander Siebeck und Niklas Brandt zu nennen. Allesamt im besten Fußballer-Alter. Sie würden jedem anderen Ligakonkurrenten auch gut zu Gesicht stehen. Was natürlich auch für Torsteher Dmitri Stajila gilt. Der kam ja erst vorigen Sommer nach Deutschland und hat mit seinen nunmehr 30 Lenzen auf dem Buckel noch nicht an den großen Fleischtöpfen des Fußballs genascht ...

Nicht zuletzt spielt aber auch eine Rolle, welche Art von Fußball Heiner Backhaus spielen will. Kurzum: Es sind spannende Tage derzeit in Hohenschönhausen. Schon bald wird sich zeigen, welches Gesicht Dynamo künftig besitzt.

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