Andreas Wiegel hat einen großen Traum: Am Ende der Saison möchte er in die 3. Liga zurückkehren. Als Meister mit dem BFC Dynamo. Patrick Skrzipek

Er kam spät. Erst im Herbst. War dann aber sofort da. Auch wenn das erste Spiel für Andreas Wiegel, nach Transferschluss verpflichteter Abwehrmann der Dynamos, in Jena mit 0:2 kein optimaler Einstand war. Doch das ist Schnee von gestern. In nur sechs Spielen konnte der 30 Jahre alte Abräumer bereits zwei Mal seine Treffsicherheit unter Beweis stellen. Daran möchte der gebürtige Paderborner mit kasachischen Wurzeln auch an diesem Sonntag zum Jahresabschluss gegen den FC Eilenburg (13 Uhr/Sportforum) anknüpfen.

Ein bisschen war es ein Glücksfall für Dynamo, dass es für Wiegel nach zwei Jahren in der ersten belgischen Liga (25 Spiele) auch aufgrund einer hartnäckigen Zehenverletzung nicht mehr weiterging und kein anderer Klub zuschlug. Vielleicht war er trotz seiner Erfahrung (55 Zweitligakicks für Duisburg und Aue, 87 Drittligaeinsätze unter anderem für Erfurt) in Deutschland ein wenig aus dem Blickfeld geraten.

Wiegel stammt aus der Knappenschmiede

So konnte Wiegel auch nach dem Ende der Transferperiode noch unter Vertrag genommen werden. Was im Sportforum bislang keiner bedauert. Am wenigsten er selbst. Wiegel: „Die Jungs haben mich hier sofort gut aufgenommen. Und Berlin hatte ich ja schon mal mit einem Städtetrip kennengelernt.“

Dass er nicht nur verteidigt, sondern auch gern den Weg nach vorne antritt, ist übrigens keine so große Überraschung. Dazu braucht es nicht mal die Playstation, auch wenn er mit einem Lachen verriet, dass seine Söhne ihn da immer im Sturm aufstellen. Denn bis auf Torwart oder hinten links hat der aus dem Schalker Nachwuchs stammende Ostwestfale quasi alles schon gespielt im Fußball. Im Laufe seiner Karriere rückte Wiegel von vorne rechts immer weiter nach hinten.

Wiegel hat einen BFC-Traum

Und klar ist, dass er weiter Lust auf Tore hat. Und mit dem BFC halt noch einiges vor. „Wir stehen nicht umsonst da oben. Jetzt kommt es darauf an, dass wir uns da festsetzen. Wir haben ja einen Traum“, so Wiegel.

Aussprechen muss er nicht, was das ist. Wer Erster und Herbstmeister ist, wird zum Saisonende sich nicht mit Rang zwei zufrieden geben wollen.

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