Lucas Brumme will jetzt in der 3. Liga beim SV Wehen Wiesbaden durchstarten.  Foto: Patrick Skrzipek

Neues Jahr, neues Glück. Für niemanden trifft das beim BFC so zu wie für Lucas Brumme. Denn Lucky schafft das, wovon die meisten Regionalligisten träumen – der 21-Jährige steigt in die 3. Liga auf. 

Der flinke Mittelfeldspieler, der aus dem Nachwuchs des 1. FC Union stammt und bei der U19 der Dynamos den Feinschliff bekam, wechselt mit sofortiger Wirkung zum SV Wehen Wiesbaden. Seit Längerem hatten die Hessen mit ihrem umtriebigen Manager Nico Schäfer ein Auge auf den Blondschopf geworfen, nun wurde man sich mit den Hohenschönhausern handelseinig. 

Dynamo als Sprungbrett

Sportlich sicherlich ein Verlust. Aber Dynamo wollte Lucky bei seinem nächsten Schritt in den Profifußball keine Steine in den Weg legen, stellte sich bei den Verhandlungen nicht quer. Und im Sommer wäre er ablösefrei auf dem Markt gewesen! 

In Zeiten ohne Spielbetrieb sind die bis zu 50.000 Euro Ablöse auch ein schönes Trostpflaster. Zumal es auch einen Nachschlag geben wird, falls Brumme im höherklassigen Fußball ankommt. Und da unklar ist, wann und ob es in dieser Spielzeit überhaupt noch weitergeht, Platz eins zudem außer Sichtweite ist, ist den Weinrot-Weißen der Spatz in der Hand lieber als die Taube auf dem Dach. 

Srbeny und Pröger als Vorbild

Brumme erzielte für Dynamo in 51 Punktspielen 10 Tore. Ohne den Kreuzbandriss vor rund 14 Monaten wären da sicherlich noch einige mehr auf dem Konto des 1,88 m großen Linksfußes möglich gewesen. 

Einmal mehr zeigt sich, dass Dynamo mittlerweile eine interessante Adresse für junge Talente geworden ist. Brumme reiht sich ein in die Liste der Namen, die den BFC als Sprungbrett gebrauchen konnten. Rufat Dadashov gelang über Preußen Münster der Sprung über den Großen Teich. Der aserbaidschanische Nationalspieler stürmt seit einem Jahr für den US-amerikanischen Zweitligisten Phoenix Rising. Kai Pröger kam über Essen zum jetzigen Zweitligisten SC Paderborn. Dort tummelt sich auch Dennis Srbeny nach seiner Rückkehr aus England. Brumme, dessen finanzieller Schaden der Wechsel auch nicht ist – Insider munkeln von einer Gehaltsverdoppelung –, möchte diesem Trio nun nacheifern.