Auch beim BAK schont Dynamo-Ass Philip Schulz (M.) weder sich noch den Gegner. Kollege Chris Reher kommt er eher unfreiwillig ins Gehege. Foto: Patrick Skrzipek

„Keine Atempause, Geschichte wird gemacht, es geht voran!“ Was die NDW-Band Fehlfarben in den 1980er-Jahren ins Mikro schmetterte, könnte locker das aktuelle Motto für den BFC Dynamo sein: „Spitzenreiter, Herbstmeister, immer weiter!“

Bisher läuft der Vierer-Knallerpack in der Regionalliga wie gemalt für die Weinrot-Weißen. Erst das starke 2:0 gegen Altglienicke, dann das tolle 3:1 beim BAK. Jetzt gilt alle Konzentration dem Samstag, wenn Lok Leipzig ins Sportforum kommt (16 Uhr). Zum Abschluss geht es am Freitag drauf nach Cottbus (19 Uhr).

Taktik-Kniff vom Trainer

Zukunftsmusik! Auch am Tag nach dem Triumph vor 2436 Zuschauern im Poststadion hat Christian Benbennek ein zufriedenes Lächeln auf den Lippen: „Der BAK war richtig stark, ich bin stolz auf meine Mannschaft.“

Ein bisschen stolz auf sich selbst kann der Coach aber auch sein, weil er eine mutige Idee hatte. Benbennek: „Die Halbzeitpause haben wir dringend gebraucht, um taktisch umzustellen. Danach haben wir zum ersten Mal – und obwohl die Jungs das so nie trainiert hatten – mit Fünferkette gespielt. Dadurch hatten wir dann deutlich mehr Zugriff.“

Der Lohn waren die Kontertore durch Darryl Geurts (51.) und Joey Breitfeld (86.), die das Spiel nach dem Hammer-1:0 von Andreas Wiegel (19.) und dem Freistoß-Ausgleich durch Jürgen Gjasula (36.) endgültig entschieden.

„Regeneration das Wichtigste“

Trotz allen Jubels: Es gab hinterher nicht mal einen gemeinsamen Feier-Tee. Benbennek: „Dafür oder auch einen freien Tag als Belohnung ist jetzt keine Zeit. Wir müssen im Rhythmus bleiben.“ Damit es auch gegen Lok richtig dampft.

Aber scheuchen wird der Coach seine Jungs auch nicht. Der Trainer muss genau schauen, was er wo und wie dosiert: „Am Mittwoch stand überwiegend Behandlung auf dem Plan, nur die Ersatzspieler haben etwas mehr gemacht. Ansonsten ist bis zum Leipzig-Spiel Regeneration das Wichtigste.“

Dicker Knöchel bei Schulz

Einziger Wermutstropfen: Philip Schulz knickte gegen den BAK um, musste in der Schlussphase raus und hat jetzt einen dicken Knöchel. Benbennek: „Die Kapsel ist vollgelaufen und auf jeden Fall beschädigt. Was mit den Bändern ist, das wissen wir erst Donnerstag nach der genauen Untersuchung. Erst muss die Schwellung zurückgehen.“ Sicher ist schon mal: Auch im günstigsten Fall wird’s für Schulle eng mit dem Leipzig-Spiel.

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