Jubelten nach dem Nebelspiel in Cottbus über das Unentschieden wie über einen Sieg: Die Kicker des BFC Dynamo.  Patrick Skrzipek

Was ein Kick in der Lausitz. Eines Spitzenspiels würdig. Zumindest was den Einsatz anging. Der BFC Dynamo kehrt mit einem 1:1 (1:0) aus Cottbus zurück in die Hauptstadt. Angriff des Liga-Vizes abgewehrt, Vier-Punkte-Vorsprung auf Energie gewahrt. „Wir können mit dem Unentschieden leben“, so BFC-Trainer Christian Benbennek nach 90 heiß umkämpften, Nebel umwaberten Minuten im Stadion der Freundschaft.  

In Durchgang eins wirken die Gäste ein wenig abgeklärter und reifer, können nach einem schönen Solo von Alexander Siebeck die Führung bejubeln (38.). Die zweite Hälfte der Spitzenpartie vor 5073 Besuchern gehört dann eher den Hausherren, die durch Erik Engelhardt zum nicht unverdienten Ausgleich kamen (57.).

Eine Szene, die ebenso für Diskussionsstoff sorgte wie später die Zangenaktion von Michael Blum und Felix Meyer kurz vor der Strafraumlinie gegen Niklas Geisler (80.). Energie-Coach Claus-Dieter Wollitz rastete förmlich aus, forderte lautstark und vergebens Elfmeter und wollte sich bis weit nach dem Schlusspfiff nicht beruhigen. Tja, so ist er halt der Pele. Ein Foul war es wohl, aber eher vor der Linie. Und in der Pressekonferenz nach der Partie räumte der Energie-Trainer seine falsche Wahrnehmung dann auch freimütig ein.

Umgekehrt hätte man aber auch fragen könne, ob BFC-Keeper Dmitri Stajila knapp außerhalb des Fünfers vor dem Ausgleich nicht im Luftkampf zu stark angegangen worden war. Beide Male blieb die Pfeife des Unparteiischen aber stumm. Klarer Fall von ausgleichender Gerechtigkeit. „Bei seiner Statur muss er den einfach klarer wegboxen. Ob das ein Foul war, konnte ich im Nebel nicht erkennen“, wollte Benbennek gar nicht erst groß nachkarten. Übrigens den eigenen Treffer konnte er auch nicht sehen, erkannte ihn nur am Jubel seiner Kicker.

Ein Remis, das eher dem Spitzenreiter hilft als dem Verfolger. Folglich zeigte sich Benbennek nach der Partie nicht unzufrieden, bescheinigte seiner Truppe eine Woche nach der 1:2-Pleite gegen Lok Leipzig eine tolle Reaktion. Wermutstropfen hingegen sind neuerliche Blessuren. Marcel Stutter (38.) und Christian Beck (69.) mussten angeschlagen raus, Dmitri Stajila hielt trotz seiner Problem mit der Rippe bis zum Ende durch. 

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