Tauscht er das rote Leibchen bald gegen ein weinrot-weißes? Sebastian Hertner ist ins Visier der Dynamos  geraten. Imago/Oryk Haist

Der Countdown läuft. Eine Woche noch, dann heißt es wieder für den BFC Dynamo in Halberstadt am kommenden Freitag (19 Uhr) wieder den Platz an der Sonne in der Regionalliga Nordost zu behaupten. Auch ein anderes Zeitfenster schließt sich so langsam. Bis zum 31. Januar haben die Hohenschönhauser noch Gelegenheit, sich auf dem Transfermarkt zu bedienen. Einer, der dabei ins Blickfeld der Weinrot-Weißen geraten ist, heißt Sebastian Hertner.

Es ist ja immer so ein schwieriges Unterfangen, was das Thema Verstärkungen in der Winterpause angeht. Natürlich gilt es, Platz eins abzusichern. Und da will man alles dafür tun, nichts unversucht lassen. Doch das, was der Markt hergibt, ist nicht immer von Qualität geprägt. Oft nicht günstig. Oder war im vergangenen Halbjahr oft verletzt. Zudem gilt es zu beachten, ob es das Binnenklima der eigenen Mannschaft nicht beschädigt, wenn ein Neuer denjenigen vor die Nase gesetzt wird, die bislang die Kohlen aus dem Feuer holen mussten.

BFC sucht Qualität

Dynamo kann ja ein Lied davon singen, wenn man das ganze Verletzungspech des letzten Halbjahres so betrachtet. Da sprangen einige in die Bresche, die beim Start nicht als Stammspieler galten.

Was das Binnenklima anbelangt, ist BFC-Coach Christian Benbennek aber nicht bange. „Wenn eine Mannschaft Charakter und Zusammenhalt gezeigt hat, dann Dynamo. Die werden damit umgehen können“, so der 49-Jährige. Für das große Ziel muss alles passen. Das weiß jeder in der Truppe. Und Qualitätszuwachs ist da nur begrüßenswert.

Hertners beste Zeit war in Aue

Eben diesen Faktor würde Hertner erfüllen. Der 30-jährige Linksverteidiger hat 95 Zweitligakicks und 122 Drittligaspiele in seiner Vita stehen. Seine wohl erfolgreichste Zeit erlebte er zwischen 2015 und 2018 im Erzgebirge, als er mit Aue die Zweite Liga aufmischte und sogar einen zwischenzeitlichen Abstieg in die 3. Liga als Betriebsunfall postwendend wieder reparieren konnte.

Seine Engagements danach waren weniger von Erfolg gekrönt. Der gebürtige Leonberger konnte in Darmstadt nicht so recht Fuß fassen, stieg mit Lübeck in der Vorsaison aus der 3. Liga ab und konnte im Spieljahr 2021/22 bei Drittligist Türkgücü seine Qualitäten nach einem Muskelfaserriss und einem Trainerwechsel nicht mehr unter Beweis stellen. Der Vertrag bei den Münchnern wurde vor wenigen Tagen aufgelöst.

Mit Rechtsverteidiger Andreas Wiegel haben die Weinrot-Weißen ja schon im Herbst einen guten Griff getan. Schlägt Dynamo jetzt bei dem aus der Stuttgarter Fußballschule hervorgegangenen Linksfuß zu? Die Zeit rennt …

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