Das Pokalfinale in diesem Jahr im Olympiastadion war nur ein Geisterspiel.


Foto: Matthias Koch/POOL

Der Traum lebt wieder. Der vom Finale im eigenen Stadion. Wenn am Sonntag DFB-Präsident Fritz Keller in der Sportschau die Losfee für die erste Runde des DFB-Pokals spielt, wird in Charlottenburg genau hingeguckt: Mit wem bekommt es Hertha BSC zum Auftakt im Cup zu tun? 

Die Antwort ist: Man wird es eher nicht sagen können. Denn im Amateurtopf sind derzeit nur zehn Mannschaften drin. Die Vorjahreszweitligisten Dresden, Wehen-Wiesbaden, Nürnberg und Karlsruhe. Dazu Würzburg, Braunschweig, Ingolstadt, Duisburg und Magdeburg sowie Schweinfurt. In den restlichen Landesverbänden muss der Pott noch ausgespielt werden, da fallen die Entscheidungen erst beim Finaltag der Amateure am 22. August. 

DFB arbeitet mit Platzhaltern

Die Wahrscheinlichkeit ist also groß, dass die Herthaner - die zuletzt in der Spielzeit 15/16 im Halbfinale gegen Dortmund (0:3) knapp an ihrem Traum vom „Finale daheeme“ vorbeischlitterten - gar nicht genau wissen, wohin sie in Runde eins (11. bis zum 14. September) reisen müssen, sondern nur, in welches Bundesland. Denn im Kölner Sportschau-Studio - diesmal coronabedingt ohne Publikum - wird bei den 22 Amateurvertretern mit Platzhaltern und den Wappen des Landesverbandes gearbeitet in den Kugeln.

Gilt so auch natürlich auch für den 1.FC Union. Besser dran sind da die vier Berliner Amateurvertreter: Die hiesigen Landespokal-Halbfinalisten Beriner SC, Viktoria '89, BFC Dynamo und die VSG Altglienicke wissen zwar noch nicht, ob sie sich qualifizieren. Aber wer dann als Belohnung aus dem Profilager winkt, das wissen sie am Sonntagabend dann schon.