Fußball-Bundesligist FC Schalke 04 bekommt möglicherweise kurzfristig einen neuen Gegner für die erste Runde im DFB-Pokal. Foto:
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Fußball-Bundesligist FC Schalke 04 bekommt möglicherweise kurzfristig einen neuen Gegner für die erste Runde im DFB-Pokal. Das Landgericht München I entschied am Freitag, dass der Drittliga-Aufsteiger Türkgücü München anstelle des vom Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) gemeldeten Regionalligisten 1. FC Schweinfurt 05 den Platz im Pokalwettbewerb erhalten soll. Einer Mitteilung von Türkgücü zufolge müsse der Deutsche Fußball-Bund (DFB) diesen Tausch vorläufig zulassen. Das Pokalspiel gegen Schalke war eigentlich für Sonntag (15.30 Uhr) geplant und sollte in Gelsenkirchen ausgetragen werden.

Von BFV und DFB gab es zunächst keine Reaktion auf die Entscheidung. Türkgücü war gerichtlich gegen den Beschluss des BFV vorgegangen, die Schweinfurter als bestes bayerisches Amateurteam neben dem TSV 1860 München für den DFB-Pokal zu benennen. Die „Löwen“ hatten das Ticket über den Toto-Pokal gebucht. Türkgücü wurde vom BFV wegen des Aufstiegs in die 3. Liga nicht berücksichtigt. Das Landgericht sah diesen BFV-Beschluss als „rechtswidrig“ an und erließ die von Türkgücü beantragte einstweilige Verfügung.

Man sei auch überrascht worden, sagte eine Sprecherin der Schweinfurter der Deutschen Presse-Agentur am Freitag über die Mitteilung von Türkgücü. Man warte nun auf Rückmeldung vom Bayerischen Fußball-Verband. Der Verein hofft bis Samstagmittag auf Klarheit, wie das weitere Vorgehen aussieht.

„Die kurzfristige Satzungsänderung des BFV, die Schweinfurt 05 zum DFB-Pokal zugelassen hätte, zeigt, dass die ursprüngliche und stets von Türkgücü München verteidigte Position rechtmäßig ist. Unsere Teilnahme an der 3. Liga war von Anfang an auch mit der geplanten Teilnahme am DFB-Pokal verbunden“, wurde Türkgücü-Geschäftsführer Max Kothny zitiert.

Offen blieb zunächst, ob auch im Falle eines Tausches der Mannschaften die Partie weiter am Sonntag stattfinden könnte. Der „Bild“-Zeitung zufolge erwartet Türkgücü eine Verschiebung der Begegnung.