Sehen sich um den Lohn ihrer Arbeit gebacht: Tosten Mattuschka und Karsten Heine von der VSG Altlienicke.  Foto: imago images/Matthias Koch

War es das mit den Aufstiegstrennen für Altglienicke? Die kleine VSG ist Tabellenführer in der Regionalliga Nordost. Doch die Meisterschaft wird wahrscheinlich am Grünen Tisch entschieden. „Es kristallisiert sich immer mehr die Quotientenregelung heraus“, erklärte Erwin Bugar, Präsident des Nordostdeutschen Fußball- Verbandes, am Freitagabend im MDR. 

Damit würde das Team von Karsten "Kulla" Heine und Torste Mattuschka, der seinen Vertrag gerade um ein weiteres Jahr als Co-Trainer der Volkssportler verlängert hat, in die Röhre gucken! Trotz Herbstmeisterschaft und Poleposition. Denn in diesem Fall wäre der 1.FC Lok Leipzig Meister, der in der Tabelle nach dem Abbruch durch die Corona-Krise mit 47 Zählern hinter der punktgleichen VSG auf Platz zwei steht, aber ein Spiel weniger bestritten hat als die Südostberliner.

NOFV favorisiert Saisonabbruch

Eine Fortsetzung der Saison in der NOFV-Regionalliga ist derzeit eher unwahrscheinlich. Auch das zwischenzeitlich angedachte Finalturnier zusammen m Energie Cottbus und der U23 von Hertha BSC  - das Drittplatzierte Union Fürstenwalde hat keinen Antrag für die 3.Liga engereicht - scheint endgültig vom Tisch.  Nach einer Beratung des NOFV unter anderen mit den Präsidenten der sechs Landesverbände soll in der kommenden Woche nun noch mit den Vereinen gesprochen werden.

Dann soll es eine definitive Entscheidung erfolge. Und anders als in der 3. iga, die am 26. Mai wieder loslegen soll, geht die Tendenz in der vierthöchsten Spielklasse derzeit klar Richtung Abbruch. Doch damit sind die Sachsen nicht automatisch aufgestiegen.  Der Nordost-Meister müsste Ende Juni/Anfang Juli in Relegationsspielen gegen den Vertreter Regionalliga West - nach heutigem Stand der SC Verl - den vierten Aufsteiger zur 3. Liga ermitteln. Ob es zu diesen Relegationsduellen kommt, steht allerdings ebenso noch in den Sternen.