Prominenter Seitenwechsler beim deutschen Clásico Bayern München gegen Borussia Dortmund: Niklas Süle am Ball. Foto: dpa

Es ist mehr als nur ein Spitzenspiel, wenn der FC Bayern Sonnabend (18.30 Uhr) gegen Borussia Dortmund antritt. Die Münchner können mit einem Sieg ganz nebenbei die zehnte Meisterschaft in Folge perfekt machen. Die Bundesliga wird wahrscheinlich das letzte Mal das Torgiganten-Duell zwischen Robert Lewandowski und Erling Haaland bestaunen. Doch für einen Spieler wird es das denkwürdigste Spiel – Niklas Süle (26)!

Der Nationalverteidiger spielt für die Bayern und bei seinen neuen Arbeitgeber Dortmund vor. „Er will es natürlich seinem neuen Klub beweisen, dass er zu Recht geholt wurde. Er ist eher mehr motiviert als weniger“, sagt FCB-Coach Julian Nagelsmann diplomatisch. Als dann fünffacher Meister, zweifacher Pokalsieger und Champions-League-Sieger wird Süle Anfang Juli seinen Dienst bei Borussia anfangen.

Der Nationalspieler war im Sommer 2017 für rund 20 Millionen Euro von der TSG Hoffenheim zu den Münchnern gewechselt. Jetzt geht er wieder – nicht ins Ausland, sondern zum Erzrivalen in den Ruhrpott. Auch noch ablösefrei! Dort hat Süle einen Vertrag bis 2026 unterschrieben. „Niklas wird versuchen, mit dem FC Bayern das Spiel zu gewinnen. Wir werden versuchen, das zu verhindern“, sagte sein künftiger Dortmunder Coach Marco Rose.

Wechsel mit Störgeräuschen

Süle wurde in München von schweren Verletzungen (Kreuzbandriss im Oktober 2019) zurückgeworfen. Zuletzt lag er mit einer Erkältung flach. Jetzt ist er aber fit für den Hit. Anfang diesen Jahres gab er seinen Wechsel bekannt. Der Abschied verlief nicht ohne Störgeräusche. Der Berater des Verteidigers hatte als einen Wechselgrund mangelnde Wertschätzung genannt. Bayerns langjähriger Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge entgegnete darauf scharf: „Wertschätzung ist eine Einheit namens Euro – sonst gar nichts.“

Heute ist über den Zoff längst Gras gewachsen. Süle will noch diesen einen Sieg mit Bayern, dann kann er frühzeitig feiern. Das will auch Nagelsmann. Schließlich ist es seine erste Meisterschaft als Trainer: „Ich bin offen für alles, auch für eine Bierdusche. Ich habe mal gelesen, dass eine Bierkur für die Haare ganz gut sein soll.“

Süle weiß, was er nach dem Abpfiff zu tun hat …

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