Joshua Kimmich und Leon Goretzka greifen im Kmapf gegen Corona tief in die Tasche. Foto: Marius Becker/dpa

Berlin - Die Welle der Solidarität schwappt durch das von Corona geplagte Land. Land? Nein, durch die Welt. Überall melden sich Profisportler zu Wort, versuchen in der Not mit Geld zu helfen. Sei es für medizinische Einrichtungen, Organisatione oder schlicht für ihre Klubs. 

Das jüngste Beispiel: Die Bayern-Stars Leon Goretzka und Joshua Kimmich setzen in der Corona-Krise ein vorbildliches Zeichen. Die beiden 25-jährigen Nationalspieler gründen die Initative „We kick Corona“ und spenden privat eine Million Euro für soziale und karitative Einrichtungen, wie sie am Freitag bekanntgaben. „Auf dem Platz können wir jeden schlagen. Aber Corona schlagen wir nur gemeinsam!“, betitelte Goretzka die Aktion.

„Corona schlagen wir nur im Team. Mit #WeKickCorona möchten wir denen in ganz Deutschland helfen, die anderen helfen. Das auch unser Engagement dabei nur einen kleinen Beitrag leisten kann, ist jedem von uns bewusst“, erläuterte Goretzka die Gründe für ihre Überlegung.

In Köpenick hatte Unions Stammkeeper Rafal Gikiewicz am Vortag in den sozialen Netzwerken bekannt gegeben, dass er auf einen Teil seines Gehaltes verzichten wolle, damit die Eisernen nicht in finanzielle Bedrängnis geraten. Denn da hatte Unions Präsident Dirk Zingler jüngst eingeräumt, dass Union als Bundesliganeuling wirtschaftlich noch nicht über die Stabilität verfügt wie manch etablierter Erstligist.  

In Schottland macht da inwzwischen jemand richtig Nägel mit Köpfen. Hannovers Ex-Profi Daniel Stendel verzichtet als Coach beim Erstligisten Heart of Midlothian wegen der Coronakrise sogar komplett auf sein Gehalt. „Natürlich muss man sich das auch leisten können, aber ich will als gutes Beispiel vorangehen“, sagte der 45-Jährige. Sein Klub, der in der bis mindestens zum 30. April pausierenden schottischen Premiership als Tabellenletzter gegen den Abstieg kämpft, hatte alle Mitarbeiter augefordert, auf rund 50 Pozent ihrer Gehälter zu verzichten. Stendel: "Wir verdienen sehr gutes Geld im Vergleich zu den Angestellten. Für die ist ein Gehaltsverzicht von 50 Prozent viel essenzieller", sagte der 45-Jährige der Bild-Zeitung.

Einzelbeispiele, die aber alle Mut machen. "Jetzt sei Solidarität im Kleinen wie im Großen notwendig", so Kimichs Fazit.