Thomas Müller ist angefressen und lieferte sich ein unnötiges Wortduell mit einer Reporterin. Am Tag nach dem Pokal-Aus in Kiel entschuldigte sich der Bayern-Star.  Foto: dpa/Christian Charisius

In Kiel wurden am Rathaus die Holsteinflaggen gehisst, in München hingegen hängt das rot-weiße Banner auf Halbmast. Rekordmeister FC Bayern knabbert schwer am Pokal-Aus im Elfmeterschießen (7:8) beim Zweitliga-Underdog.  Erst die Ligapleite in Gladbach, nun das und am Sonntag kommt mit dem SC Freiburg die Mannschaft der Stunde – fünf Siege in Folge – in die Arena nach Fröttmaning.

Thomas Müller gehörte auf bajuwarischer Seite zu den Kickern, vor denen man den Hut ziehen kann, weil sie sich nach dem Schlusspfiff ausgiebig stellten. Aber auch dem Ex-Nationalspieler gingen an der Ostseeküste ein klein wenig die Gäule durch. Er lieferte sich ein verbales Scharmützel mit ARD-Reporterin Valeska Homburg. Nach dem Aus im Elfmeterschießen blaffte der angefressene Müller bei der Frage nach der Stimmung die Field-Reporterin im Schneeregen an. „Sie lachen jetzt hier“, sagte er zur ARD-Frau. Ihre Entgegnung „Nee, ich lache nicht“ wischte Müller einfach beiseite und legte nach: „Natürlich haben Sie gelacht!“

Müllers Instgram-Entschuldigung

Immerhin ging das Interview weiter und am Morgen nach der Pleite in Kiel ruderte Müller via Instagram für seine Patzigkeit zurück. „@homburg_valeska, das hätten wir wohl beide etwas besser hinkriegen können – nichts für ungut.“ Das Ganze garnierte Müller mit den Hashtags „#verlierenmussmankönnen“, „#istaberüberhauptnichtmeins“ und „#undauchnixzumgewöhnen“.

Erstmals seit 17 Jahren schieden die Bayern gegen einen unterklassigen Gegner aus. 2004 war nach dem 1:2 in Aachen Endstation. Was kein gutes Omen für den Rekordmeister ist. Denn am Ende der Spielzeit ging die Schale an die Weser nach Bremen und nicht wie gewohnt an die Isar.