Bayerns Trainer Hansi Flick hält den DFB-Pokal in den Händen. Am 23. August soll der Henkelpott der Champions League folgen. Foto: AFP

„Während Villariba schon feiert, wird in Villabajo noch geschrubbt!“ Kennen Sie den 90er-Werbespot eines Spülmittelherstellers noch? Gilt für den FC Bayern wieder. München feiert nach dem 4:2-Finale das Double, während der Rest Europas noch schrubben muss. Das Hygienekonzept für Bundesliga und Pokal war eben eine saubere Sache – und bringt jetzt den Wettbewerbsvorteil in der Champions League.

FCB-Trainer Hansi Flick schickte nach der kleinen Pokalfeier im Mannschaftshotel seine Doublesieger in 13-tägigen Urlaub: Akkus aufladen für das Triple. Dann drei Wochen volle Konzentration und Vorbereitung auf die Champions League. Davon können die anderen Topklubs Europas nur träumen. Real Madrid und Co müssen in Spanien bis zum 19. Juli noch in der Liga spielen. Englands Königsklassenvertreter ManCity und Chelsea sind bis zum 26. Juli noch in der Premier League beschäftigt. Italien spielt gar bis zum 2. August. In Frankreich wurde die Saison Mitte März abgebrochen. Fraglich ist, ob zum Beispiel Paris Saint Germain noch mal in Tritt für das Blitzturnier in Lissabon (12. bis 23. August) kommt.

„Wir haben noch den dritten Pokal“, betonte Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge, „wir haben große Ziele.“ Dafür müsste erst mal im Achtelfinalrückspiel der FC Chelsea (Hinspiel 3:0) aus dem Weg geräumt werden. „Wir werden uns auf jeden Fall top vorbereiten und geben unser Bestes, das Triple zu holen“, versichert Torwart Manuel Neuer.

Der Vorteil der kleinen Verschnaufpause gilt natürlich auch für den zweiten deutschen Klub in der Königsklasse – RB Leipzig. Ausgeschlossen in der irren Corona-Zeit ist es nicht, dass Bayern und Leipzig am Ende im Finale stehen. Flick ist nach dem souveränen Pokalfinale wenigstens optimistisch: „Ich habe nicht gewusst, dass meine Mannschaft so stark ist.“