Robert Lewandowski (l.) will Erling Haaland zeigen, dass er der bessere Stürmer ist. Fotos: AFP/Christof Stache/Ina Fassbender

Der Liga-Gipfel steht an. Der German Clasico, wie ihn die Engländer seit dem Champions-League-Finale 2013 nennen, als sich die Bayern und Dortmund im Wembley um Europas Krone duellierten. Nun stehen sich der Rekordmeister und die Westfalen wieder gegenüber (18.30 Uhr). Doch anders als in jüngster Vergangenheit wird der Spieltagsgipfel diesmal wohl nicht über die Meisterschaft entscheiden. Die Schwarz-Gelben liegen zu weit zurück.

Doch der Vorsprung des Branchenprimus auf den ersten Verfolger beträgt hauchdünne zwei Zähler. Und wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte. Das ist in diesem Fall natürlich der Emporkömmling aus Leipzig. Die Sachsen könnten bei einem Patzer der Münchner den Spitzenreiter überflügeln – so sie denn ihre Hausaufgaben in Freiburg erledigen. 

Kampf der Torjäger: Lewandowkis vs. Haaland

Ein alltägliches Spiel ist der Gipfeltreff zu München dennoch nicht. „Spiele gegen Dortmund sind immer besonders“, hob Joshua Kimmich hervor und ergänzte. „Wir haben zwar ein paar Punkte Vorsprung, aber Dortmund hat die Qualität, oben mitzuspielen. Daher macht die Mentalität am Ende vielleicht den Unterschied.“

Anders als die im Pokal ins Halbfinale eingezogene Borussia hatten die Münchner eine komplette Trainingswoche. Während beim Serienmeister die Ausfallserie nahezu beendet ist, muss der Gast um Jadon Sancho (9 Vorlagen) und Raphael Guerreiro (8) bangen. 

Natürlich rückt auch das Torjägerduell zwischen Robert Lewandowski und Erling Haaland in den Fokus. Gegen Köln erzielte Lewandowski beim 5:1 seinen siebten Mehrfachpack in dieser Saison und zog in dieser Kategorie an Haaland (6) vorbei. Und der Pole, der die legendäre 40-Tore-Marke von Gerd Müller jagt, erzielte gegen keinen anderen Verein in Pflichtspielen mehr Tore als gegen Dortmund.