DFL-Boss Christian Seifert schaffte es, dass die Bundesliga als erste LIga in Europa wieder starten durfte. Ein Vorteil für Bayern in der Champions League. Foto: imago images/Eibner

Der FC Bayern hat es geschafft! Nach 2013 zum zweiten Mal das Triple in der Vereinsgeschichte geholt. Eine Mega-Leistung in schwierigen Corona-Zeiten. Der Rekordmeister ist momentan das beste Team Europas. Ist er aber deswegen eine Übermannschaft?

Nach meiner Meinung lautet die Antwort: Nein! Es war kein Zufall, dass die letzten vier Teams in der Champions League der FC Bayern und RB Leipzig aus Deutschland und Paris Saint-Germain und Olympique Lyon waren. Kein Real Madrid oder FC Barcelona aus Spanien, kein Manchester City, kein FC Liverpool aus England und auch kein Juventus Turin aus Italien.

Der moderne Hochleistungssport wird am Ende – und besonders am Saisonende – nicht durch Superstars mit toller Technik entschieden, sondern durch die körperliche Fitness. Und da hatten der FC Bayern und Leipzig einen Vorteil, weil die Bundesliga als erster Wettbewerb der Welt den Restart in der Corona-Krise vier Wochen vor allen anderen vornahm.

Auch die Franzosen profitierten, weil sie ihren Liga-Betrieb einstellten und sich fünf Monate lang nur auf das Blitzturnier in Lissabon vorbereiten konnten. Spanien, England und Italien spielten bis kurz vor den K.o.-Spielen noch ihren nationalen Ligen aus. Die Leistung der Bayern soll nicht geschmälert werden. Doch sie dürfen sich bei DFL-Boss Christian Seifert bedanken, der mit viel Verhandlungsgeschick die Bundesliga so früh wieder möglich machte.