Alphonso Davies wird dem FC Bayern nach seiner Corona-Infektion wegen einer Herzmuskelentzündung länger fehlen. dpa/Tom Weller

Es war nur ein kurzes Aufatmen an der Isar gewesen. Die ersehnte Rückkehr von sechs Stars nach positiven Virus-Tests um Kapitän Manuel Neuer geriet beim FC Bayern schnell zur Nebensache. Vielmehr sorgte eine Herzmuskelentzündung bei Alphonso Davies im Münchner Corona-Wirbel des noch jungen Jahres für einen neuerlichen Tiefschlag.

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Das sei „bescheiden bis hochgradig beschissen“, sagte Bayern-Coach Julian Nagelsmann vor dem Auswärtskick beim 1. FC Köln am Sonnabend (15.30 Uhr). Der 21 Jahre alte Kanadier wird dem deutschen Rekordmeister noch einige Wochen fehlen – Ausgang offen.

Die Myokarditis war bei einer Nachuntersuchung festgestellt worden. Ob die Erkrankung bei Davies zu 100 Prozent auf Corona zurückzuführen sei, könne er nicht sagen, so Nagelsmann, „die Wahrscheinlichkeit ist aber gegeben, dass es von Corona kommt“. Entscheidend für ihn sei letztendlich, „dass er unbestimmte Zeit nicht zur Verfügung steht. Es ist nicht so dramatisch, es ist eine leichte Herzmuskelentzündung, aber es muss ausheilen, das dauert eine gewisse Zeit.“

Julian Nagelsmann lobt Kölns Steffen Baumgart

Weiterhin passen müssen auf Münchner Seite Leon Goretzka, Lucas Hernandez, Kingsley Coman und Josip Stanisic. Dass Kölns Trainer Steffen Baumgart, den Nagelsmann als „extrem coolen Typen und sehr guten Trainer“ lobte, die Chancen seiner Geißböcke gegen die eigentlich übermächtigen Münchner als „groß“ bezeichnete, haben die Bayern registriert.

Diese Aussage, sagte Nagelsmann mit einem Schmunzeln, erinnere ihn „an mich selbst. Ich habe auch immer so forsche Aussagen rausgehauen. Aber natürlich sind wir nach wie vor der Favorit.“ Die Sorgen um Davies hin oder her.

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