Trainer Julian Nagelsmann (r.) schickt gegen Gladbach mit Paul Wanner den jüngsten Bayern-Spieler aller Zeiten ins Rennen.  imago/Markus Ulmer

War es der Angstgegner vom Niederrhein? Oder doch am Ende Corona? Der 1:2-Fehlstart gegen Mönchengladbach wurmt die Bayern mächtig. Aber er zeigt, dass es doch noch Gegner gibt, die den Herbstmeister ins Schlingern bringen können. Doch spannend wird die Meisterschaft dadurch noch lange nicht.

Joshua Kimmich brüllte seinen Comeback-Frust ins leere Stadionrund, Julian Nagelsmann war spürbar genervt. Die nächste Pleite gegen die Fohlen – Gladbach holte aus den letzten 16 Begegnungen 24 Zähler (!) gegen den Rekordmeister – erzeugte beim Münchner Trainer miese Laune. Thomas Müller brachte die Lage auf den Punkt: „Wir können von Glück sagen, dass wir noch Vorsprung haben in der Tabelle.“

Nagelsmann hadert mit der Abwehr

Neun Corona-Infektionen, insgesamt 13 Ausfälle – das war auch für Bayerns Luxuskader zu viel. „Ich bin mit der Leistung gar nicht unzufrieden, aber mit dem Ergebnis schon“, so Nagelsmann. Anders als bei der Gladbacher 0:5-Watschn im DFB-Pokal sei man diesmal „die bessere Mannschaft“ gewesen.

Nagelsmann haderte aber mit dem Defensivverhalten bei den Gegentoren durch Florian Neuhaus (27.) und Stefan Lainer (31.), als seine Notabwehr nach dominantem Beginn und dem 20. Saisontor von Robert Lewandowski (18.) zu lässig verteidigte. 

Nagelsmann lässt Wanner debütieren

Hätte man das Spiel verschieben müssen? „Die Liga muss wissen, was sie da tut“, grantelte Müller: „Regelkonform wird es gewesen sein, glücklich sind wir damit nicht gewesen.“

Nagelsmann bemühte sich, nicht zu jammern. „Wir hatten trotzdem noch eine gute Mannschaft.“ Gilt für die erste Garnitur. Auf der Bank saßen ausnahmslos Amateure und Teenager. Wie Paul Wanner, der nach seinem Kurzeinsatz ab der 75. Minute mit 16 Jahren und 15 Tagen Jamal Musiala als jüngsten Münchner Bundesliga-Spieler aller Zeiten ablöste. 

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