Trotz Tor hatte Klaas-Jan Huntelaar beim Spiel gegen Leverkusen nichts zu Lachen. Zusammen mit Omar Mascarell (l.)  hat er stattdessen Schalkes 19. Niederlage zu verdauen.  Foto: AFP

Die Hoffnung stirbt zuletzt. Aber sie stirbt. Schalke 04 taumelt weiter gnadenlos dem Abstieg entgegen, verliert gegen Bayer Leverkusen und dessen neuen Trainer Hannes Wolf (39) mit 1:2 (0:1). Sieben Spieltage vor Schluss ist der einst so ruhmreiche Klub kaum noch zu retten.

Schalke-Trainer Dimitrios Grammozis (42) setzte bereits vor dem Anpfiff ein vielleicht letztes Ausrufezeichen. Weltmeister Shkodran Mustafi (28), erst im Winter als Hoffnungsträger vom FC Arsenal geholt und zuvor stets in der Startelf, wurde aus sportlichen Gründen rasiert und stand nicht mal im Knappen-Kader.

Eine andere Soforthilfe durfte dagegen erstmals seit seiner Rückkehr im Winter von Beginn an ran: Oldie Klaas-Jan Huntelaar (37). Der Holländer zeigte, dass er den Torinstinkt nicht verloren hat und ließ alle Schalke-Fans kurzzeitig von zumindest einen Punktgewinn am Rhein träumen, als er zum 1:2 in der 82. Minute traf.

Immerhin: Huntelaar schoss sich damit in die Schalker Geschichtsbücher, löste deren bisher ältesten Liga-Torschützen Oliver Reck ab.

Dass der Revierklub am Ende dennoch die bereits 19. Niederlage im 27. Spiel kassierte, lag an der eigenen offensiven Harmlosigkeit – und am weitestgehend souveränen Auftritt der Gastgeber. Nach zuletzt zwei Pleiten in Folge, die Wolfs Vorgänger Peter Bosz den Job kosteten, wackelte Bayer nur in der Anfangsphase. Am Ende feierte Wolf dank der Tore von Lucas Alario (26. Minute) und Joker Patrik Schick (72.) einen gelungenen Einstand.

Während Schalke weiter 13 Punkte hinter dem Relegationsplatz liegt und definitiv für die Zweite Liga planen kann, schöpft Leverkusen mit Wolf wieder Europa-Hoffnung. Die Werkself liegt nun fünf Punkte vor Union und punktgleich mit dem BVB auf dem sechsten Platz.