Hat mehr als nur seinen Rücktritt zu verkünden: Ex-Barcelona-Präsident Josep Bartomeu.  Foto: Imago Images

Eine „Bombe" zum Schluss: Josep Bartomeu tritt nach monatelangem Streit mit Supestar Lionel Messi als Präsident des FC Barcelona zurück - und verkündet nebenbei die Teilnahme des Klubs an einer zukünftigen Superliga. „Ich habe außergewöhnliche Neuigkeiten", sagte Bartomeu bei seiner 35-minütigen Rede fast beiläufig. Nur um dann die gesamte Fußballwelt in Alarmzustand zu versetzen: „Barca wird in einer zukünftigen europäischen Superligamitspielen, die die finanzielle Stabilität des Klubs garantiert.“

Damit bestätigte erstmals ein Spitzenfunktionär die seit geraumer Zeit kursierenden Hinterzimmer-Deals. Wie die neue Eliteklasse mit Klubs aus den fünf aktuellen Topligen in England, Spanien, Deutschland, Italien und Frankreich aussehen soll, wird immer klarer: Vorbild sollt die nordamerikanischen Basketballliga NBA sein. 18 Klubs, darunter wohl drei deutsche, ermitteln in Hin- und Rückspielen Play-off-Teilnehmer, die dann um eine „Klub-EM“ spielen.

Wie ernst die Lage ist, machte DFB-Vize Rainer Koch deutlich: „Eine europäische Super League als geschlossene Gesellschaft wäre ein Stich ins Herz des europäischen Fußballs und ist daher strikt abzulehnen." Kochs Forderung: Ein Festhalten an der Champions League, dem „Premiumwettbewerb des europäischen Vereinsfußballs". Dies sei auch im Sinne der Fans. Ähnlich sah es jüngst Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge. Über eine Superliga habe er „keinen Kenntnisstand“.