Fifa-Schiedsrichter Denys Schurman pfiff die Partie Concordia Hamburg gegen den Hamburg-Eimbütteler BC. Foto: imago

Anpfiff für ein neues Leben! Der ukrainische Fifa-Schiedsrichter Denys Schurman floh wegen seines kranken Sohnes aus seiner Heimat, leitete nun in Hamburg die Oberliga-Partie zwischen Concordia Hamburg gegen den Hamburg-Eimbütteler BC und ist für die Ablenkung vom Krieg in der Ukraine einfach nur dankbar. 

„Wir sind wegen meines fünfjährigen Sohns nach Deutschland gekommen. Er benötigt eine spezielle medizinische Behandlung“, erklärte Schurman dem NDR. Diese konnte bei den russischen Angriffen in seinem Heimatland nicht gewährleistet werden.

Schurmann über seinen Einsatz: „Man muss irgendetwas tun, um nicht die ganze Zeit an den Krieg denken zu müssen.“ Der 35 Jahre alte Unparteiische erklärte, seine Arbeit als Schiedsrichter in Deutschland helfe ihm dabei. Sorgen mache er sich aber noch um seine Mutter und seinen Bruder, die weiterhin in der Stadt Wyschnewe am Kiewer Stadtrand seien.

Für Denys Schurman: Peace-Zeichen im Mittelkreis

Vier Monate zuvor hatte er bereits das A-Jugend-Spiel von Borussia Dortmund gegen Besiktas Istanbul in der europäischen Youth League gepfiffen. Schurman, der auch schon in der Europa-League-Qualifikation eingesetzt wurde, gehört zur Schiedsrichterelite der Ukraine.

Als Zeichen der Anteilnahme und der Solidarität mit der Ukraine hatte der Concordia-Platzwart ein Peace-Zeichen im Mittelkreis des Spielfeldes aufgemalt. Ein weiteres Novum für ein Oberligaspiel: Schurman, der sich auf nur auf Englisch verständigen kann, war mit seinen Linienrichtern per Headset verbunden.

Lesen Sie hier mehr über Fußball >>