Andor Bolyki (2.v.r.)  trifft in der vierten Minuten der Nachspielzeit zum umjubelten Ausgleich. Patrick Skrzipek

Da ist er, der erste Fleck auf der bislang blütenweiße Flutlichtweste beim BFC. Doch das störte am Ende keinen der 2000 Besucher im Sportforum. Denn ein Spiel, das Chemnitz beinahe schon gewonnen hatte, wurde buchstäblich in letzter Sekunde noch in ein 1:1 (1:1) umgewandelt.

Die Zuschauer waren aus dem Häuschen. „Was für ein Kick. Hoch soll'n sie leben, hoch soll'n sie leben“, ertönte ein vielkehliger Chor nach dem Schlusspfiff einer packenden Partie. Die so Gefeierten bildeten da gerade ein Kreis in der Mitte, zu dem auch die Verletzten von der Tribüne herbeigeilt waren. 

BFC überlegen, trifft aber nicht

Nüchtern betrachtet war der Punkt sogar zu wenig, so viele Chancen hatten die Dynamos liegen lassen. Und mussten dann auf einmal sogar einem Rückstand nachlaufen, denn CFC-Kicker Kilian Pagliuca hatte mit dem allerersten Torschuss die Himmelblauen völlig unverdient in Führung gebracht (67.).

Es folgte ein wütender Sturmlauf der Hausherren. Ein Kampf gegen die fleißig Karten sammelnde Gäste und gegen die Uhr. Doch es schien einer der Tage zu sein, an dem nichts klappen wollte. Egal, wie sehr der BFC drückte. 

Doch dann kam der große Auftritt von Andor Bolyki in der vierten Minute Nachspielzeit, mit dem Dynamo die Tabellenführung der Regionalliga Nordost vor dem BAK (3:0 gegen Tasmania) behauptete. „Andreas Pollasch versucht zu schießen, wird noch abgeblockt, ich habe gelauert und dann die ganze Wut reingelegt“, meinte Bolyki mit einem lachenden und einen weinenden Auge. 

„Ich denke es war mehr drin, wir haben das Spiel verschenkt. Am Ende müssen wir froh sein, dass wir den Punkt mitnehmen“, so der 27-Jährige.