Über Schottland geriet das Flugzeug mit der deutschen Nationalmannschaft in Not, musste unplanmäßig landen. imago/photothek

Auf dem Platz hatte sich die deutsche Nationalmannschaft mehr als achtbar geschlagen. Gut gespielt, 4:0 auf Island gewonnen, die Bilanz für den neuen Bundestrainer mit drei Siegen aus drei Spielen rund gemacht. Nach dem Abpfiff ahnten die Spieler aber noch nicht, dass ihnen auf dem Rückflug einige Aufregung bevorstehen sollte.

Nach dem Sieg (mit Toren von Gnabry, Rüdiger, Sané und Werner) machte sich die Nationalmannschaft unmittelbar auf die Rückreise. Flugtermin: 0.30 Uhr in der Nacht mit einer Boeing 737-522 aus Reykjavík nach Frankfurt am Main. Geplante Landung: 5.50 Uhr deutscher Zeit. Mit 30 Minuten Verspätung hob der Flieger dann wirklich ab. Aber dann gab es in 10.000 Meter Höhe einen Zwischenfall...

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Die Mannschaft feiert den Sieg auf Island - da wussten die Spieler noch nicht, dass ihnen eine ungewöhnlich Rückreise bevorstehen sollte.  Imago/Koch

Plötzlich eine scharfe Rechtskurve

Auf dem Radar war zu erkennen, dass die Maschine über Schottland plötzlich eine steile Rechtskurve flog. Dann sendete das Flugzeug den Notrufcode 7700. Der Flieger nahm Kurs auf Edinburgh in Schottland, kündigte eine ungeplante Landung an!

Code 7700: Notlage an Bord 

Was war da los an Bord von Flug KLJ 2703?  Das war zunächst völlig unklar.  Wenn eine Maschine Code 7700 absetzt, gibt es im Regelfall eine ernstzunehmende Ausnahmesituation. Möglich sind zum Beispiel eine medizinische oder technische Notlage an Bord,  die lebensgefährlich sein kann.

Auch technische Probleme oder Treibstoffmangel sind denkbar. Jedes Flugzeug, das den Code 7700 sendet, bekommt deshalb Priorität und wird als Erstes unterstützt.

Angst oder gar Panik soll es an Bord aber nicht gegeben haben. Vieles sprach schnell für technische Probleme und eine Vorsichtsmaßnahme des Piloten. Nach der ungeplanten Landung gab dann der DFB auch via Twitter Entwarnung: „Uns geht es gut.  Sicherheitscheck an der Maschine läuft.“

Dieser Check führte offenbar zu dem Ergebnis, dass das Flugzeug zunächst nicht weiterfliegen konnte. Erst sieben Stunden nach der geplanten Landezeit wurde die Reise mit einem Ersatzflieger fortgesetzt. Verspätung insgesamt: etwa 10 Stunden! Einzelne Profis (zum Beispiel die England-Legionäre) setzten ihre Reise individuell fort. 

Stundenlang mussten die Spieler im Flieger warten

Zwischendurch stand die Boeing aber stundenlang in Edinburgh. Aussteigen durften die Spieler nicht, da ansonsten ein erneuter Security Check nötig geworden wäre. Immerhin die Tür der Maschine wurde geöffnet. Einige Passagiere versuchten zu schlafen, das gelang aber nur wenigen. Die Stars liefen immer wieder auf dem Gang entlang, um die müden Muskeln zu lockern. 

Am Donnerstagabend war dann auch klar, warum der vom DFB gecharterte Flieger so plötzlich landen musste. Auf Anfrage von RTL teilte die Fluggesellschaft KlasJet mit, dass ein Notstromgenerator an Bord nicht funktioniert habe.

Was für eine Chaos-Reise. Und neben der Müdigkeit wird den Stars auch ein kleiner Schreck in den Gliedern erhalten bleiben.