Das Tor zur WM! Kai Havertz schiebt in der 50. Minute zum 1:0 ein. Foto: dpa

Skopje Alles klar, Deutschland ist bei der Wüsten-WM in Katar 2022 dabei! 4:0 (0:0) in Nordmazedonien  gewonnen. Zwei Spieltage vor dem Ende der Quali-Runde ist das Ticket als uneinholbarer Gruppenerste mit acht Punkten Vorsprung da. Es war eine süße, aber zähe Rache gegen die Balkankicker, die das Hinspiel 2:1 gewonnen hatten.

Der neue Bundestrainer Hansi Flick hat damit den Startrekord von Jogi Löw (fünf Spiele, fünf Siege) egalisiert. Damit es klappte baute er die Startelf gegenüber dem 2:1 gegen Rumänien auf Positionen um. Manuel Neuer, Lukas Klostermann, David Raum, Kai Havertz und Thomas Müller spielten von Beginn an.

Das DFB-Team machte da weiter, wo es gegen die Rumänen aufgehört hatte. Gleich offensiv ohne Abwarten. Nach zwei Minuten schon die erste Torchance. Nach Havertz-Flanke köpfte Joshua Kimmich aus vier Metern aufs Tor, doch Keeper Stole Dimitrievski hielt.

In der 17.Minute klatscht eine abgefälschte Flanke von Serge Gnabry auf die Latte. Bei der anschließenden Ecke präsentierten sich einige Mazadenonien-Fans nicht als helle Lichter. Unfaire, fiese Attacke mit Laserpointern auf Flankengeber Kimmich. Schiedsrichter Danny Makkelie aus Holland unterbrach und schickte mahnende Worte an Kapitän Stevan Ristovski. Nicht mal eine Durchsage des Stadionsprechers hinderte die Laser-Idioten daran, es bei der nächsten Ecke wieder zu machen. Ganz miese Nummer!

Mies! Kimmich bekommt den Laser direkt ins Gesicht gestrahlt. Foto: dpa

Doch Flicks Jungs ließen sich nicht weiter davon beeindrucken. Gnabry versuchte es mit einem Fernschuss (25.). Timo Werner scheiterte aus Nahdistanz an Keeper Dimitrievski (26.) und seine größte Chance krachte an den linken Pfosten (45.+2). Verdammtes Pech!

Nach der Pause noch mehr Druck und Müller zeigte wie wertvoll er für dieses junge deutsche Team. Mit dem Kopf fing er einen Pass der Nordmazedonier ab. Der Ball landete bei Gnabry. Müller setzte den Turbo ein und Gnabry passte in seinen Lauf. Uneigennützig spielte er den Ball zu Havertz und der schob ziemlich locker zum 1:0 (50.) ein.

Timo Werner mit Volleyschuss zum 3:0. Foto: Imago Images/Nordphoto

Und danach löste sich auch alles bei Stürmer Timo Werner, der zuletzt glücklos spielte. Erst ein Volleykracher zum 2:0 (70.), dann ein wunderbarer Schlenzer zum 3:0 (73.). Jamal Musiala traf als Joker noch zum 4:0 (83.). Das alles macht Hoffnung. Das WM-Ticket ist da. Aber bis zur Weltmeisterschaft in 14 Monaten gibt es noch jede Menge Arbeit, um mit Spitzenteams wie Frankreich, Italien, Spanien mithalten zu können.

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