Kein guter Tag für die deutsche Defensive: Brasilien spielte die deutsche Mannschaft beim Olympia-Auftakt schwindelig. Schon nach 45 Minuten stand es 0:3. AFP/Daniel Leal-Olivas

Das ging ja mal so gar nicht gut los für Unions Max Kruse (33) und seine Olympia-Mitstreiter. Beim ersten Spiel in der Gruppe D des oylmpischen Fußball-Turniers lief für das personell gebeutelte deutsche Team gegen Titelverteidiger Brasilien eigentlich nichts so richtig glatt. Dennoch wurde es am Ende beim 2:3 noch einmal richtig knapp!

Deutschland - Brasilien: Früher Rückstand durch Richarlison

Die deutsche Elf, die mit Mit Max Kruse als zentralem Stürmer und Herthas Arne Maier (22) im zentralen Mittelfeld begann, kam schlecht ins Spiel. Die Brasilianer – angeführt vom ehemaligen Weltstar Dani Alves (38) – legten hingegen gleich los wie die Feuerwehr! Bereits in der 8. Minute einteilte Stürmer Richarlison (24) seinem Bewacher Amos Pieper (23) und netzte im zweiten Versuch gegen Keeper Florian Müller (23) ein.

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Der Spieler des englischen Erstligisten FC Everton war es auch, der für die nächsten beiden Treffer sorgte. Das 2:0 besorgte Richarlison per Kopf (22. Minute), das 3:0 per Schuss aus rund 15 Metern (30.). Zwischenzeitlich sah Bewacher Pieper zudem noch die Gelbe Karte.

Dass es zur Pause im leeren Nissan Stadium in Yokohama City nicht sogar 4:0 für die Brasilianer stand, ist auch dem Stuttgarter Torwart Müller zu verdanken. Der hielt in der Nachspielzeit der ersten Hälfte einen Elfmeter von Herthas abwanderungswilligem  Stürmer Matheus Cunha. 

Deutschland - Brasilien: Torunarigha kommt zur Halbzeit 

Zur Pause kam dann für den überfordert wirkenden Pieper der Herthaner Jordan Torunarigha (23) – und das deutsche Team von Trainer Stefan Kuntz wirkte zunächst auch etwas stabiler und schöpfte durch einen Abstauber von Leverkusens Nadiem Amiri (24) in der 57. Minute auch wieder neue Hoffnung. Doch die währte nicht lang. Nur sechs Minuten später sah Deutschlands Kapitän Maximilian Arnold (27) nach einem Foul an Dani Alves die Gelb-Rote Karte. 

Fortan glich das Match einem Trainingsspiel der Brasilianer, die nun in Überzahl gar nichts mehr anbrennen ließen. Und auch Trainer Stefan Kuntz, der wegen des Abstellungs-Unwilligkeit zahlreicher Bundesligisten nur mit einem Rumpfkader nach Japan gereist war, stellte auf Ergebnisverwaltung um. Für Kruse, der kurzzeitig Arnolds Kapitänsbinde übernommen hatte, kam der ehemalige Herthaner Eduard Löwen (24) fürs zentrale Mittelfeld. 

Deutschland - Brasilien: Ragnar Ache bringt den DFB wieder ran!

Trotz großer Überlegenheit der Brasilianer kam die deutsche Mannschaft, bei der 15 Minuten vor Schluss auch noch Unions Cedric Teuchert (24) eingewechselt wurde, dennoch noch einmal ganz nah an die Brasilianer heran. Der eingewechselte Ragnar Ache (22) sorgte in der 83. Minute nach einer Flanke von der linken Seite vom Hoffenheimer David Raum mit einem platzierten Kopfball für den völlig überraschenden 2:3-Anschlusstreffer.

Ragnar Ache köpft den Anschlusstreffer zum 2:3. Dennoch war für die Deutschen gegen die Brasilianer kein Punkt drin.  AFP/Daniel Leal-Olivas

Die Brasilianer um den cleveren Dani Alves ließen jedoch nichts mehr anbrennen und hielten den Ball trotz vieler Versuche der Deutschen den Ball vom eigenen Drittel fern und sorgten durch den Leverkusener Paulinho (21) in der 4. Minute der Nachspielzeit für den 4:2-Endstand.

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Durch das 2:4 gegen Brasilien ist die Deutsche Mannschaft, bei der einzig Keeper Müller vollends zu überzeugen wusste, nun schon unter Druck, die kommenden Spiele gegen die Elfenbeinküste und Saudi-Arabien zu gewinnen, sonst ist ein Weiterkommen nahezu unmöglich. Bitter: Beim Messen mit Saudi-Arabien wird Kapitän Arnold Gelb-Rot-gesperrt fehlen.