BFC-Trainer Christian Benbennek und seine Helden präsentieren den Pokal den vor dem Stadion wartenden Dynamo-Fans. Foto: Patrick Skrzipek

Jaaa, da ist das Ding! Mit einem 2:1 (0:0) gegen Regionalliga-Konkurrent BAK sichert sich der BFC zum siebten Mal den Berliner Landespokal und ist Anfang August in der ersten Runde des DFB-Pokals dabei. Rund 50 Dynamo-Fan freuen sich vorm Mommsenstadion unter Polizei-Aufsicht mit.

Pokal-Helden vergangener Tage hatten auch im KURIER Glück gewünscht, die aktuellen Dynamos lassen auch sie jubeln. Jetzt hat diese verflixte Corona-Saison mit Team-Quarantäne, Kurzarbeit, ewig langer Warterei bis zum Liga-Abbruch und jeder Menge Frust doch noch was Gutes.

Wunder um Pollasch

Dabei erwischt der BFC alles andere als einen Sahnetag, hat nach Gelb-Rot für Ugur Tezel (43.) aber lange Überzahl und macht was draus.

48. Minute, Freistoß von rechts. Marvin Kleihs zirkelt den Ball nach innen, Andreas Pollasch ist mit dem Kopf da – 1:0. So hat das auch schon beim 3:0 im Halbfinale gegen Viktoria geklappt – nur von der anderen Seite.

Apropos Pollasch: Dass der Kapitän dabei ist, grenzt fast an ein kleines Wunder. Die Wade war eingeblutet, zu Beginn der Woche ging nichts. Trainer Christian Benbennek verrät hinterher: „Eigenblut, Lymphdrainagen, unsere medizinische Abteilung hat ausgepackt, was nur geht.“ Pollasch testet beim Abschlusstraining an, gibt sein Okay – und hält 72 Minuten durch. Hut ab!

Trainer verspricht Party

Den Sack zu macht dann Matthias Steinborn, der auch noch BAK-Torwart Pascal Kühn aussteigen lässt und zum 2:0 einschiebt (88.). Mit seinem insgesamt 71. Treffer ist Steini jetzt Dynamos alleiniger Rekord-Torschütze der Nachwendezeit. Nader El-Jindaoui trifft per Foulelfer in der Nachspielzeit zum 2:1 – geschenkt!

Benbennek ist megastolz: „Dieser Sieg bedeutet mir ganz, ganz viel. Wir wollten mit aller Macht gewinnen. Das ist ein Erfolg für die Mannschaft, die eine schwere Zeit hinter sich hat, für den Verein und für die Fans.“ Denen verspricht der Coach: „Die Feier holen wir auf jeden Fall nach, wenn das wieder möglich ist.“