Füchse-Sportvorstand Stefan Kretzschmar tröstet Mattias Zachrisson (l.).  Foto: dpa/Andreas Gora

Ein letztes Mal lief Mattias Zachrisson (30) nach dem 35:28 gegen Wetzlar in der Schmelinghalle ein, klatschte mit den Teamkollegen ab, genoss die Ovationen der 600 Fans. Sieben Jahre lang gehörte das für ihn im Fuchsbau zum Usus, jetzt setzte eine kaputte Schulter seiner Karriere ein trauriges Ende.

Rechtsaußen-Kollege Hans Lindberg (39) sprach aus, was die Füchse-Familie dachte: „Er ist ein Weltklasse-Mann. Auf ihn konnte man sich immer verlassen. Vor allem ist er ein Freund, und das wird er auch bleiben.“ Nicht nur bei Lindbergs Worten kullerten bei „Zacke“ die Tränen.

Dem Schweden war anzusehen, wie schwer ihm der Abschied auf Anraten der Ärzte fällt. Zacke: „Ich habe gehofft, gekämpft und Reha gemacht, um zurückzukommen, doch anscheinend will meine Schulter es anders.“ Schulterball im Wurfarm vollständig zerstört – da halfen dem 1,78 Meter großen Kraftpaket auch zwei Operationen nichts.

Ein Leben ganz ohne Handball wird es für Zachrisson jedoch auch in seiner Heimatstadt Eskilstuna nicht geben: „Er wird weiter eine große Rolle spielen. Aber jetzt wartet ein neues und noch ungeschriebenes Kapitel auf mich.“ Kämpfer Zacke wird auch das meistern – und immer einen Platz im Herzen der Füchse-Familie haben.