Füchse-Trainer Jaron Siewert freut sich auf das Kräftemessen mit dem THW Kiel. Foto: Imago Images

Zehn Jahre lang waren die Handball-Füchse gegen den großen THW aus Kiel sieglos, bevor am 12. September 2019 endlich der Erlösungsschlag mit einem 29:28-Sieg gelang. Am Sonnabend (16 Uhr) stehen sich beide Mannschaften nun wieder im Fuchsbau gegenüber.

„Das ist eine super eingespielte Truppe, die sehr flexibel in den Angriffskonzeptionen und im Abwehrverhalten auftritt,“ weiß Füchse-Trainer Jaron Siewert (26), „die sind nicht umsonst letztes Jahr Meister geworden und stehen jetzt im Final Four der Champions League. Das ist eine besondere Qualität durch die Bank weg.“

Anerkennende Worte für den Rekordmeister, der von Füchse-Sportvorstand Stefan Kretzschmar und vielen anderen Experten in diesem Jahr zum absoluten Titelfavoriten erkoren wurde. Nicht zuletzt, weil sich die Zebras mit dem norwegischen Ausnahme-Könner Sander Sagosen verstärkt haben.

„Über den Stellenwert eines Sagosen brauchen wir uns nicht unterhalten. Genauso wie Duvnjak, Rheinkind und Landin richtige gute Leute sind. Aber wenn wir durch unsere eigenen Reihen gucken, müssen wir uns nicht verstecken. Da sind wir nicht viel schlechter besetzt“, ist Siewert zuversichtlich. Der Füchse-Coach verweist unter anderem auf seine Schützlinge Lasse Andersson, Paul Drux und Hans Lindberg: „Am Ende ist es ein Teamsport. Sagosen gewinnt das Spiel nicht allein und das ist auch unser Ansatz. Wir wollen über das Kollektiv Erfolge feiern.“

Trotz aller Rivalität bleibt die Begegnung am Sonnabend für den jungen Trainer aber ein Testspiel, bei dem er mit der Mannschaft noch ein paar Dinge ausprobieren will, bevor am 22. September das erste Pflichtspiel in der European League gegen Gyöngyös in Ungarn ansteht. Verbesserungspotenzial gibt es schließlich immer.