Simon Ernst feierte im Test gegen den THW Kiel sein Comeback. Foto: Michael Hundt

Das Comeback von Simon Ernst war bei der Begegnung der Füchse gegen Kiel am Sonnabend in der Schmeling-Halle ein absolutes Highlight. Nach 335 Tagen Verletzungspause kehrte der 26-Jährige aufs Handball-Feld zurück.

„Ich freue mich, jetzt endlich wieder auf der Platte dabei zu sein, nachdem ich schon eine Weile im Training mit dabei bin,“ erzählte Ernst, „das war der letzte Schritt und ein mega geiles Gefühl.“

Nach Kreuzbandrissen 2017, 2018 und zuletzt im Oktober 2019 hatten viele Experten bereits mit dem Karriereende des Nationalspielers gerechnet, doch der Rückraumspieler kämpfte sich nach fast einem Jahr Zwangsauszeit zurück. „Das zeigt, was er für einen starken Charakter hat. Es freut mich, dass er uns wieder helfen kann,“ erklärte Füchse-Trainer Jaron Siewert, der seinen Schützling für 13 Minuten einsetzte.

Keine Zeit mehr nachzudenken

„Ich wusste, dass ich in der zweiten Hälfte spielen darf und war schon etwas nervös, obwohl ich bereits das eine oder andere Comeback hingelegt habe,“ berichtete Ernst, „da konnte ich den Kopf nicht komplett ausschalten. Aber sobald ich auf dem Feld stand, gab es keine Zeit mehr, nachzudenken.“

Zum Torerfolg reichte es für Ernst zwar nicht, dennoch war sein Einsatz ein voller Erfolg. Mit gutem Gefühl und einem breiten Lächeln ließ sich der Rückkehrer von den Fans feiern.

Die Füchse müssen indes einen weiteren Verletzen beklagen. Jacob Holm zog sich im Training eine Sehnenverletzung im Knie zu und wird dem Verein die nächsten Wochen fehlen. Den Pflichtspielauftakt verpassen wird wahrscheinlich auch Fabian Wiede, der wie der Langzeitverletzte Mattias Zachrisson noch an seiner Schulterblessur laboriert. Ebenfalls auf unbestimmte Zeit fehlt Zugang Milos Vujovic (Unfall). Hoffnung besteht hingegen bei Frederik Simak (Fuß).