Jakov Gojun hebt die Arme, macht richtig Alarm im Spiel gegen Wetzlar. Links: Mijajlo Marsenic Foto: City-Press

Emotion und Einstellung – diese beiden Charakteristika hatte Füchse-Trainer Jaron Siewert (26) zuletzt besonders bei seiner Mannschaft sehen wollen. In Zeiten ohne Zuschauer in den Hallen beziehungsweise mit nur sehr wenigen ist das aber gar nicht so einfach.

„Da war Jakov Gojun zuletzt überragend“, lobt Siewert seinen Abwehrhünen. Nach verletzungsbedingter Zwangspause sorgte der 34-Jährige bei seinem Comeback gegen Wetzlar in seiner unnachahmlichen Art für Stimmung auf dem Feld, wirbelte ordentlich in der Defensive und machte den Gegnern das Leben schwer.

Gojun nimmt das Publikum und die Mannschaftskameraden mit

Dabei nahm Gojun nicht nur das Publikum mit, sondern auch seine Mannschaftskameraden. Das blieb auch Siewert nicht verborgen: „Daran richten sich die anderen auf. So etwas brauchen wir, gerade wenn es mal brenzlig wird. Das ist momentan mit der Zuschauersituation aber nicht einfach“, weiß der Trainer. Bis mindestens Ende des Monats müssen die Sportler ohne Publikum auskommen, und auch danach kann man von vollen Arenen wohl nur träumen.

„Dieses Element fehlt momentan extrem. Wir sind eine emotionale Sportart und die lebt von Zuschauern“, findet der Coach und führt weiter aus: „Dafür macht man es ja. Man will die eigenen Fans begeistern und genauso die der Gegner.“ Umso wichtiger sei es für Siewert, dass die Mannschaft sich anders motiviere: „Wir müssen zusehen, dass wir im Team umso enger zusammenstehen und die nötige Atmosphäre selbst kreieren.“

Am nötigen Ansporn dürfte es vor der Partie am Donnerstag gegen den THW Kiel (19 Uhr) nicht fehlen. Die Duelle mit dem Rekordmeister sind schließlich für die Füchse immer eine spezielle Angelegenheit.