Jakov Gojun hatte sich als erster Spieler bei den Füchsen mit dem Corona-Virus infiziert. Foto: City-Press

Einige hatten es schon vermutet, die neue Füchse-Doku des Pay-TV-Senders Sky bestätigt es nun: Jakov Gojun (34) war der erste Corona-Fall bei den Füchsen.

„Vor dem Rückspiel gegen Gyöngyös hatten wir den obligatorischen Coronatest“, blickt Trainer Jaron Siewert (26) zurück. „Am nächsten Morgen habe ich sehr früh eine SMS bekommen: Wir hatten mit Jakov Gojun den ersten Corona-Fall.“

Das Spiel Ende September wurde nicht abgesagt, die Teilnahme an der European League war weiter gesichert, Berlin gewann souverän 36:24.

Nach Außen hin verkaufte der Verein den Ausfall des 34-Jährigen mit „muskulären Problemen“. Komisch war nur, dass der gebürtige Kroate sich nicht in der Halle blicken ließ. Gerade er, der sonst mit jeder Faser seines Körpers mit seinem Team mitfiebert.

Da das Training zuvor nur in Kleingruppen stattgefunden hatte, musste nicht die gesamte Mannschaft in Quarantäne, konnte fast vollständig antreten. „Da hatten wir Glück im Unglück“, sagt Co-Trainer Max Rinderle (33).

Erst vor kurzem erwischte es das Team dann wieder: Nach der Länderspiel-Woche wurden Marian Michalczik (23) und Milos Vujovic (27) positiv getestet. Beide sind zwar wieder fit, mussten aber den 32:30-Sieg gegen die MT Melsungen noch von der Tribüne aus verfolgen.