Haben keine Beziehungsprobleme mehr: Ex-Füchse-Liebling Silvio Heinevetter (l.) und Füchse-Macher Bob Hanning. Foto: Imago/Nordphoto

Lange Gesichter bei den Füchsen: Mit einem 28:29 (17:15) gegen Melsungen verabschiedeten sich die Hauptstadt-Handballer in die EM-Pause. Die nächste Chance, sich in der Liga ein Positiv-Erlebnis zu holen, gibt es erst am 9. Februar gegen die Rhein-Neckar Löwen (18.30 Uhr). Viel Zeit also zum Frustschieben.

Dass es soweit kam, lag zum einen an den Füchsen selbst, die immer wieder eine Drei-Tore-Führung herschenkten und in der heißen Schlussphase die Nerven verloren. Zum anderen lag es an Silvio Heinevetter (37).

Heine mit starken 13 Paraden

Der Ex-Füchse-Liebling warf sich regelrecht ins Spiel rein, glänzte mit 13 Paraden. Die wichtigste war die in der Schlussminute, als Heine den Wurf von Lasse Andersson entschärfte und so den Angriff einleitete, den Melsungen zum Sieg abschloss.

Entsprechend glücklich und gelöst erschien Heinevetter, den Bundestrainer Alfred Gislason gerade aus dem Kader für die EM (13. bis 30. Januar in Ungarn und der Slowakei) gestrichen hatte, zum Sieger-Interview.

Simone Thomalla motzte mit

Da wird schnell klar: Die dicke Luft, die nach seinem Abschied 2020 herrschte, ist weg. Heine wollte schon 2019 gehen, Füchse-Macher Bob Hanning (53) hatte was dagegen. Es folgte ein öffentlicher Zoff, bei dem auch Heines damalige Lebenspartnerin, die Ex-Tatort-Schauspielerin Simone Thomalla (56), kräftig mitmischte. Alles vergessen.

Heinevetter verrät: „Da ist inzwischen Gras drübergewachsen. Ich habe vor dem Spiel im Hotel mit Bob ein Stündchen beim Kaffee zusammengesessen, alles schick.“ Hanning hatte Heine zuvor schon ein Exemplar seines Buches „Hanning.Macht.Handball.“, in dem er dem Torwart-Hexer ein ganzes Kapitel widmet, geschickt.

„Habe mich sauwohl gefühlt“

Ende der Saison läuft Heinevetters Vertrag in Melsungen aus, kommt er dann zurück zu den Füchsen? Der Torwart grinst, als er antwortet: „Ich war elf Jahre hier, habe mich sauwohl gefühlt und bin auch den Leuten dankbar, die mich warmherzig empfangen haben.“ Aha, und das heißt nun in Sachen Rückkehr? Das Grinsen wird noch breiter: „Nee, da gibt es keinen Kontakt. Das war auch beim Kaffee mit Bob kein Thema.“   

Schade, aber was nicht ist, kann ja noch werden.