Füchse-Boss Stefan Kretzschmar. imago-images

Die Corona-Krise hat die Handball-Welt mit voller Wucht getroffen. Viele Vereine fürchten um ihr überleben und auch die Füchse müssen den Gürtel enger schnallen.

„Nichts wird mehr so sein, wie es vorher war“, hatte Sportvorstand Stefan Kretzschmar prophezeit, „unter dieser Krise werden wir noch im nächsten Jahr leiden müssen.“ Bisher konnte der Hauptstadtklub sich immerhin auf seine Unterstützer verlassen. Einige Sponsoren haben die Zusammenarbeit bereits verlängert, viele Fans auf ihre Ticket-Rückerstattung verzichtet und Spieler Gehaltskürzungen hingenommen.

25 Millionen Euro Schaden

Das hilft, um die Füchse am Leben zu erhalten. Doch werden die finanziellen Einbußen in der kommenden Saison weiter spürbar sein. „Wir werden uns im Verzicht üben müssen. Daran führt kein Weg vorbei“, erklärte Kretzschmar und kündigte an, dass in der Sommerpause Verträge – wie bei anderen Vereinen – noch einmal neu verhandelt werden müssten.

Der bisher angenommene finanzielle Schaden für die erste und zweite Liga wurde vom Geschäftsführer der HBL Frank Bohmann zuletzt auf rund 25 Millionen Euro beziffert. Eine für den Handball nicht geringe Summe. Seiner Ansicht nach müsse allerdings niemand um seine Existenz fürchten.

„Wir dürfen nicht vergessen, dass wir privilegiert sind. Wir dürfen unseren Alltag in abgeschwächter Form weiterleben“, sagte Kretzschmar, „die Krise zeigt uns, dass es nicht selbstverständlich ist, was wir haben. Das sollten wir uns bewusst machen.“