Füchse-Sportvorstand Stefan Kretzschmar ist noch nicht mit allem einverstanden, was seine Jungs da auf der Platte veranstalten, aber es geht in die richtige Richtung.  Foto: imago images/Andreas Gora

Es geht bergauf! Gegen Hannover fuhren die Handball-Füchse nicht nur ihren ersten Bundesliga-Heimsieg der Saison ein (31:27), sie stärkten auch das Selbstbewusstsein.
„In den letzten Spielen haben wir oft in Drucksituationen die Nerven verloren und schlechte Entscheidungen getroffen. Das war diesmal besser“, lobt Sportvorstand Stefan Kretzschmar (47). „Da ist die Erleichterung natürlich groß. Dieses Erfolgserlebnis haben wir gebraucht.“

An der Leistungssteigerung hatte Kretzsche seinen Anteil. Der 47-Jährige hatte zuvor einzelne Spieler zum Gespräch gebeten – mit Erfolg. Fabian Wiede (26) zum Beispiel fühlte sich nach eigenen Angaben sicherer, verinnerlichte seine Stärken und Schwächen und reagierte dementsprechend.

Wiede glänzte mit guter Übersicht und effektiven Angriffsaktionen. „Nach einer so langen Pause war es nicht leicht, wieder mit dem gleichen Druck aufs Tor zu gehen“, gab der Nationalspieler ehrlich zu, „ich habe gemerkt, dass ich auch vom Kopf her noch nicht so bereit war.“ Zehn Monate musste er wegen Schulterproblemen aussetzen, ist jetzt wieder zu 80, 90 Prozent fit. Da ist also weiter Luft nach oben.

Gegen Hannover sah das schon ganz gut aus. Wiede: „Ich bin froh, dass ich mit meiner Coolness und Cleverness immer besser rein finde. Das braucht die Mannschaft.“ Doch es war nicht nur Wiede – der Rest des Teams drehte ebenso auf. Sehr zur Freude von Kretzsche. „Ich habe viel Willen gesehen. Das war wichtig“, urteilte der ehemalige Linksaußen. „Das war ein wichtiger Fingerzeig. Die Mannschaft hat die Bewährungsprobe bestanden.“