Bob Hanning war in der Corona-Zeit sogar schon beim Insolvenzverwalter. Zum Glück konnte das große Unheil abgewendet werden. Foto: imago images/Gora

Das ganze Ausmaß der Corona-Krise wird erst jetzt deutlich. Die Handball-Bundesliga brach die Saison ab und die Füchse standen kurz vor dem finanziellen Fiasko. Geschäftsführer Bob Hanning (52) gestand im Magazin „Focus“, dass der Verein überlegte, Konkurs anzumelden und keine Lizenz mehr für die Liga zu beantragen.

„Wir haben uns mit zwei Insolvenzverwaltern über die rechtlichen Möglichkeiten unterhalten. Wir haben auch überlegt, alle Profis auszuzahlen, niemandem etwas schuldig zu bleiben“, sagt Hanning schonungslos.

Die Füchse sollten demnach einen kompletten Neuanfang machen. „Wir haben auch überlegt, keine Lizenz zu beantragen und nicht mehr in der Bundesliga anzutreten, sondern wie vor 16 Jahren: den Klub ein zweites Mal aufzubauen.“

Zum Glück ist das Horrorszenario nicht eingetreten. Die Spieler verzichteten bereits im März freiwillig auf Gehalt und es wurde Kurzarbeitergeld beantragt. Die Hoffnung ist groß, dass nach dem Saisonstart der Bundesliga im Frühherbst – mit einer Teilzulassung von Fans in der Halle – es dann wieder aufwärts geht.

Dann wäre auch Hanning froh, dann könnte er im Dezember mit Zufriedenheit sein Amt als DHB-Vizepräsident beenden. Hanning zu diesem Posten: „Ich habe immer wieder Ärger auf mich gezogen, auch bewusst provoziert. Mich auszuhalten ist ja nicht so einfach.“